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© Pixabay Elektronikproduktion | 30 Januar 2020

Startschuss für europäische Batteriezellen-Herstellung

Bundesforschungsministerin Karliczek und der Frankreichs Präsident Macron haben eine gemeinsame Batteriezellen-Fertigung auf den Weg gebracht. In Nersac im Südwesten von Frankreich haben sie das Startsignal für die Pilotanlage gegeben.

Die Anlage soll spätestens 2023 fertig sein. Macron bezeichnete das Projekt dabei als "Airbus der Batterien". Karliczek sagte, diese Technologie werde immer mehr an Bedeutung gewinnen. Deshalb sei es wichtig, dass Deutschland und Frankreich als starke Wirtschaftsnationen dabei eng zusammenarbeiteten. Für das Projekt seien etwa 200 Millionen Euro geplant. Ziel ist es, rechtzeitig zu dem erwarteten Boom von Elektroautos Batteriefabriken aufzubauen. Dafür seien Investitionen in Milliardenhöhe nötig. Deutschland und Frankreich haben bei dem Vorhaben eine Schlüsselrolle. Ein erster Unternehmensverbund umfasst den Peugeot-Hersteller PSA, dessen deutsche Tochtergesellschaft Opel und Saft. Die Pilotfertigung, die man jetzt hier habe, sei im Grunde der Vorläufer für die Serienzellfertigung, so Karliczek. Die Serienproduktion sei dann im nordfranzösischen Douvrin und in Kaiserslautern bei Opel geplant. Dort solle 2024 begonnen werden. In Nersac bei Angoulême soll es nach Angaben des französischen Wirtschafts- und Finanzministers Le Maire auf längere Sicht rund 200 Arbeitsplätze geben. EU-Kommissionsvizepräsident Sefcovic hatte 2017 eine Batterie-Allianz auf den Weg gebracht. Weil die Batterietechnologie künftig immer mehr an Bedeutung gewinne, sei es wichtig, dass Deutschland und Frankreich als starke Wirtschaftsnationen innerhalb der Europäischen Union hier eng zusammenarbeiten, sagte Karliczek weiter. Europa müsse dabei die gesamte Wertschöpfungskette für Batterien abdecken. Bei dieser Schlüsseltechnologie wolle man nicht abhängig von anderen Staaten sein. Die Bundesregierung hatte Fördermittel von mehr als einer Milliarde Euro zugesagt.
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2020.09.18 12:10 V18.10.12-1