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© Jakub Jirsak Dreamstime.com Elektronikproduktion | 10 Januar 2020

Anstieg der DRAM-Vertragspreise für das erste Quartal 2020 erwartet

Die DRAM-Vertragspreise sollen im 1Q20 wieder steigen, da der Stromausfall in der Samsung-Fabrik Hwaseong die Nachfrage ankurbelt. So lautet die Prognose der Analysten von TrendForce.

Die 1Q20-Vertragspreisprognose für PC-DRAM, mobile DRAM und Specialty DRAM wurde demnach von "leicht nach unten" auf "weitgehend stabil oder leicht nach oben" revidiert. Aufgrund des begrenzten Wachstums des DRAM-Angebots erhöhen die Käufer proaktiv ihre Bestellungen, um ihren Bestand zu erhöhen. Laut der neuesten Analyse der DRAMeXchange Research Division von TrendForce haben der stetige Anstieg der DRAM-Spotpreise seit Dezember und der Stromausfall in der Samsung-Fabrik Hwaseong am 31. Dezember 2019 die Angebotsseite des DRAM-Marktes nicht ernsthaft beeinträchtigt. Aber auf der Nachfrageseite hätten die Abnehmer von Speicher die Bereitschaft zum Aufbau von Lagerbeständen gefördert. Zudem rechne man mit einem früher als erwarteten Beginn des zyklischen Aufschwungs. Im PC-DRAM-Segment werden zwar derzeit Verhandlungen über 1Q20-Vertragspreise geführt, aber TrendForce prognostiziert eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Preise der an PC-OEMs gelieferten Speicherprodukte entweder stabil oder leicht steigend sein werden. Um eine mögliche Erhöhung der US-Zölle auf chinesische Importe zu vermeiden, haben die PC-OEMs die Lieferungen von Notebook-PCs auf den US-Markt in 4Q19 vorgezogen. In der Folge werden die Auslieferungen von Notebook-PCs im 1Q20 im Vergleich zur üblichen Saisonalität schwächer ausfallen. Andererseits stehen die PC-OEMs unter dem Druck, ihre Speicherbestände zu erhöhen, da die DRAM-Lieferanten ihre Bit-Ausgabe drosseln. Das Wachstum der gesamten DRAM-Bitproduktion im Jahr 2020 wird den Prognosen zufolge noch immer weniger als 13 Prozent betragen. Daher bereiten sich die PC-OEMs aktiv auf eine angebotsbedingte Preiserhöhung in naher Zukunft vor. Im Segment der mobilen DRAMs wächst zwar das Interesse der Verbraucher an 5G-Smartphones im 1Q20-Segment, doch das Angebot an 5G-Chipsätzen ist noch recht begrenzt. Außerdem ziehen die Smartphone-Hersteller ihre Nachfrage nach Schlüsselkomponenten in der Regel in der traditionellen Nebensaison zurück. Daher wird die Nachfrage nach 5G-Speichern Anfang 2020 voraussichtlich nicht signifikant sein. TrendForce hatte zuvor einen Rückgang der QoQ der Vertragspreise für diskrete Mobilgeräte und eMCP-Produkte um 0-5 Prozent für 1Q20 vorhergesagt. Es wird nun jedoch erwartet, dass Server-DRAM- und Grafik-DRAM-Produkte die allgemeine Preisrallye anführen werden, da sich ihre Nachfrage seit Mitte Dezember erhöht hat. Auch die jüngste Angebotsverknappung auf dem NAND-Flash-Markt trägt dazu bei, die Preise für eMCP-Produkte zu erhöhen. Die positive Stimmung in diesen beiden Segmenten hat auf den Markt für mobile DRAMs übergegriffen. Die jüngste Prognose hat daher die Preistrends für mobile DRAMs für diesen Zeitraum von "leicht nach unten" auf "weitgehend stabil" korrigiert. Samsung produziert die meisten seiner Specialty DRAM Chips im 20/25-nm-Prozess in seiner Fab Line 13 in Hwaseong, die von dem Stromausfall betroffen war. Außerdem haben die Vertragspreise für Specialty DRAM Chips als erste die Auswirkungen des fast monatelangen Preisaufschwungs auf dem Spotmarkt zu spüren bekommen. Daher könnten sich die Vertragspreise für Specialty DRAM Chips früher als ursprünglich erwartet erholen. Die meisten Kunden im Specialty DRAM Chips Segment hatten sich Ende vergangenen Jahres nicht proaktiv eingedeckt, so dass sie mit eher geringen Lagerbeständen in das Jahr 2020 gingen. Daher werden die Vertragspreise der meisten Specialty DRAM Chips voraussichtlich ab dem ersten Quartal monatlich ansteigen. Zudem könnten Doppelbuchungen von Käufern zu einem weiteren Rückgang der Lieferbereitschaft führen. Angesichts dieser Faktoren wird für die Vertragspreise für DDR3- und DDR4-Speicherprodukte ein Anstieg des QoQ um 0 bis 5 Prozent im 1Q20 erwartet.
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2020.06.09 11:27 V18.6.11-1