Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
© yuriy chaban dreamstime.com Elektronikproduktion | 02 Dezember 2019

HARTING investiert Rekordsumme

Die HARTING Technologiegruppe in Espelkamp im Kreis Minden-Lübbecke hat sich im Geschäftsjahr 2018/19 trotz eines schwierigen konjunkturellen Umfelds gut behaupten können. Der Umsatz war leicht rückläufig und sank um 1,6 Prozent auf 750 Millionen Euro (Vorjahr 762 Millionen Euro). Damit habe HARTING den zweithöchsten Umsatz seiner 74-jährigen Unternehmensgeschichte erzielt, heißt es in einer Pressemitteilung.

„Dieses Ergebnis haben wir angesichts verschiedener Indikatoren erwartet“, sagt Vorstandsvorsitzender Philip Harting. Politische Unsicherheiten, Handelskonflikte, der Brexit und Währungseffekte hätten das Ergebnis beeinflusst. „Um Währungseffekte bereinigt, hätten wir jedoch unser Rekordergebnis vom Vorjahr wiederholt“, so Hartung weiter. Die Regionen, in denen HARTING weltweit tätig ist, haben sich im Geschäftsjahr 2018/19 unterschiedlich entwickelt. Neben Rückgängen gab es auch kräftiges Wachstum. So stieg in Europa (ohne Deutschland) und dem Nahen Osten sowie Afrika, der Umsatz um 6 Prozent auf 278 Millionen Euro (Vorjahr: 263 Millionen Euro). In der Region Asien blieb HARTING stabil: Der Umsatz sank hier leicht um 0,5 Prozent auf 186 Millionen Euro (Vorjahr: 187 Millionen Euro). Während in der Region Americas die Technologiegruppe ein Minus von 9 Prozent auf 72 Millionen Euro (Vorjahr: 79 Millionen Euro) verbuchte. Auch in Deutschland ging der Umsatz um 8 Prozent auf 214 Millionen Euro (Vorjahr: 233 Millionen Euro) zurück. „Die Krise in der Windkraftindustrie, deutliche Rückgänge im Maschinen- und Anlagenbau, sowie die Handelsstreitigkeiten schlagen hier eindeutig durch, und der Wachstumsmotor Deutschland stottert“, so Harting weiter. Neben einer positiven Entwicklung in bestimmten Regionen verzeichnete HARTING kräftiges Wachstum in bestimmten Geschäftsfeldern. So verbuchte das Unternehmen im Bereich Lade-Infrastruktur für Elektromobilität deutlich zweistellige Zuwachsraten. Daher baut HARTING die Produktion in Rumänien aus. Im Mai 2020 soll die Erweiterung der Werke in Sibiu und Agnita abgeschlossen sein. Die Tochtergesellschaft HARTING Automotive registrierte zuletzt eine stark gestiegene Nachfrage nach E-Mobility-Lösungen. Auf Basis seiner langen Erfahrungen im Bereich von Anschluss- und Übertragungstechnik entwickelt und produziert das Unternehmen Lade-Equipment für Elektro- und Plug-In-Hybridfahrzeuge. „Die Ladelösungen für den Audi e-tron und den Porsche Taycan sind zwei überzeugende Beispiele des wachsenden Marktbedarfs“, sagt Harting. Ebenso wachse der Geschäftsbereich HARTING Customised Solutions (HCS). In Russland, Indien, Polen und auch im übrigen Europa erweitert HARTING die lokalen Montage-Werke für Cabling, umspritzte Kabel und weitere kundenspezifische Lösungen. HARTING habe auch im abgelaufenen Geschäftsjahr überdurchschnittlich investiert. „Mit insgesamt rund 66 Millionen Euro wurde eine Rekordsumme erreicht“, erläutert Maresa Harting-Hertz, Vorstand Finanzen und Einkauf. Ein Großteil davon floss in das Logistikzentrum European Distribution Center. Darüber hinaus wurde in neue Produkte und Technologien, digitale Kundenservices und die Erweiterung der HARTING Standorte Zhuhai (China), Elgin (USA) sowie Agnita und Sibiu (Rumänien) investiert. Die Investitionen schlagen sich auch in der Personalentwicklung nieder. Die Zahl der Mitarbeitenden (einschließlich Auszubildende) stieg im Verlauf des Geschäftsjahres 2018/19 auf 5.268 (Vorjahr 4.980). Das entspricht einem Plus von 5,8 Prozent.
Weitere Nachrichten
2019.12.12 10:59 V14.8.5-1