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© Osram Elektronikproduktion | 15 November 2019

Geplante Osram-Übernahme beschäftigt die Justiz

Das Gezerre um die Übernahme des Lichttechnik-Konzerns Osram nimmt neue Formen an. Der erneute Versuch des österreichischen Sensorspezialisten AMS Osram zu übernehmen, beschäftigt nun sogar die Justiz.

Der Osram-Konzernbetriebsrat hat beim Oberlandesgericht Frankfurt Beschwerde gegen die deutsche Finanzaufsicht Bafin eingelegt, hat die Arbeitnehmervertretung mitgeteilt. Ziel sei es, die Bafin gerichtlich zu verpflichten, das Angebot von AMS zu untersagen, schreibt dpa. Außerdem werde das AMS-Angebot auch inhaltlich vom Betriebsrat kritisiert. Hintergrund sei, dass die neuerliche Offerte durch AMS nur möglich ist, weil das Unternehmen für jedes der Angebote unterschiedliche Tochtergesellschaften eingesetzt hat, heißt es weiter. Dadurch umgehe AMS die sonst geltende einjährige Sperrfrist nach einem gescheiterten Übernahmeangebot. Die Bafin hatte dies aber nicht beanstandet. Der Konzernbetriebsrat sei der Meinung, dass die Aufsichtsbehörde dies hätte tun können und sogar müssen, so dpa. Die Zulassung des Angebots sei „genau genommen skandalös“, kritisiert der Konzernbetriebsrat. Jedes andere europäische Land würde in vergleichbarer Situation eingreifen und das Unternehmen seines Landes und dessen Arbeitnehmerschaft vor unseriösen Machenschaften eines ausländischen Unternehmens schützen, wird der Betriebsrat zitiert. Der befürchtet weiterhin die Zerschlagung von Osram (Evertiq berichtete).
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2019.12.12 10:59 V14.8.5-1