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© wrangler dreamstime.com Elektronikproduktion | 13 November 2019

Entwicklung der Märkte für elektronische Bauelemente ist rückläufig

„Der deutsche Markt für elektronische Bauelemente wird zum Jahresende 2019 einen Rückgang um gut vier Prozent aufweisen und mit einem Umsatz von 20 Milliarden Euro (ca. 18,15 Milliarden Euro) nur das Umsatzniveau von 2017 erreichen“, prognostiziert Johann Weber, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands PCB and Electronic Systems, anlässlich der Messe Productronica.

„Die rückläufige Entwicklung des deutschen Markts ist im Wesentlichen auf die Branche der Halbleiterbauelemente zurückzuführen, die voraussichtlich ein Minus von knapp 8 Prozent verbuchen wird“, ergänzt Weber. Die Branche nimmt einen Anteil von 70 Prozent des Markts der elektronischen Bauelemente ein. Für den europäischen Markt wird 2019 das Vorjahresniveau und damit ein Umsatz von knapp 57 Milliarden Euro erreicht werden, heißt es weiter. Der Weltmarkt werde um 9 Prozent auf circa 592 Milliarden US-Dollar (ca. 537 Milliarden Euro) schrumpfen, was auf die sich abschwächende Weltwirtschaft zurückzuführen sei. Diese bedinge eine geringere Nachfrage nach elektronischen Bauelementen. „Allerdings müssen wir berücksichtigen, dass der Weltmarkt von 2015 bis 2018 um knapp 36 Prozent zugelegt hat und damit neue Rekordumsätze erzielen konnte“, fügt Weber hinzu. Den stärksten Rückgang wird laut Weber Amerika mit minus 17 Prozent auf 107 Milliarden US-Dollar (ca. 97,1 Milliarden Euro) verbuchen müssen, gefolgt von China, das etwa acht Prozent auf 217 Milliarden US-Dollar (ca. 197 Milliarden Euro) an Umsatz verliert. Damit erzielt der chinesische Markt für elektronische Bauelemente dennoch gut ein Drittel des Weltumsatzes und liegt somit in der Branche auf dem ersten Platz der umsatzstärksten Märkte. Es folgen die Märkte in Japan mit minus 6 Prozent (55 Milliarden US-Dollar/ca. 49,9 Milliarden Euro) und Europa mit minus 4 Prozent (64 Milliarden US-Dollar/ca. 58,1 Milliarden Euro). In der Erklärung heißt es, dass die rückläufigen Märkte die Verunsicherung der Marktakteure widerspiegeln. Ausgelöst werde diese Verunsicherung etwa durch den Handelskonflikt zwischen den USA, China und Europa, den bevorstehenden Brexit, die Krisen im Nahen Osten sowie die hohe Staatsverschuldung einer großen Anzahl von Ländern.
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2019.12.12 10:59 V14.8.5-2