Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
© begemot 30 dreamstime.com Leiterplatten | 17 Oktober 2019

Verbrauch von raffiniertem Zinn 2018 gestiegen

Eine von der International Tin Association (ITA) durchgeführte Umfrage hat ergeben, dass der Verbrauch von raffiniertem Zinn im Jahr 2018 um 2 Prozent gestiegen ist, es deute aber auf einen Rückgang in den meisten Sektoren im Jahr 2019 hin, heißt es in einer Mitteilung.

141 Unternehmen haben an der Umfrage teilgenommen, was rund 43 Prozent des geschätzten weltweiten Verbrauchs von raffiniertem Zinn im Jahr 2018 entspricht. Die neueste Schätzung von ITA für den Einsatz von raffiniertem Zinn im Jahr 2018 beläuft sich auf 372.000 Tonnen, basierend auf Daten aus der neuen Studie 2019 und aus Handelsdaten. Die von den Umfrageteilnehmern gemeldete Nachfrage nach raffiniertem Zinn ist ab 2017 um 2 Prozent gestiegen, was in etwa unseren globalen Schätzungen entspricht, so dass die Nachfrage in etwa den Erwartungen entspricht. Die Umfrage deutet jedoch darauf hin, dass die Zinnnachfrage im Laufe des Jahres 2019 zurückgehen wird, was vor allem auf ein instabiles makroökonomisches Umfeld zurückzuführen ist. Den mit Abstand größten Anteil am Zinnverbrauch hat das Löten mit einem Wachstum von 2 Prozent im Jahr 2018. Die Prognosen für 2019, sowohl innerhalb als auch außerhalb Chinas, sind deutlich negativer, da sich die globalen Produktions- und Lieferkettenprobleme, die hauptsächlich mit dem US-amerikanischen und chinesischen Handelskrieg zusammenhängen, abschwächen. Die Miniaturisierung der Elektronik bleibt mittelfristig die größte Bedrohung, vor allem in China. Dem aber werde man durch das Wachstum in neuen Märkten wie 5G-Kommunikation und Elektrofahrzeugen begegnen. Der Zinnverbrauch in der Chemie hat weiter zugenommen, wenn auch langsamer. Im Jahr 2018 ist die Branche um 3 Prozent gegenüber 6 Prozent im Vorjahr gewachsen, in China um 5 Prozent. Dies war vor allem auf das Wachstum in den Märkten für PVC-Stabilisatoren und Polymerkatalysatoren zurückzuführen. Der Zinnverbrauch für alle Zinnchemikalien, einschließlich anorganischer Formen, wird voraussichtlich 2019 sinken. Die Verwendung von Weißblech setzte den langfristigen Trend des langsamen Rückgangs fort. Geringere Zinnbeschichtungsgewichte und die Konkurrenz durch alternative Verpackungen stellen eine Herausforderung für die Verwendung von Zinn dar. Die Umfrageergebnisse bei der Verwendung von Batterien im Jahr 2018 haben das stärkste Wachstum von 4 Prozent verzeichnet, was auf die Marktexpansion bei Hybridfahrzeugen mit hohem Zinnverbrauch sowie bei Antriebsbatterien für Gabelstapler zurückzuführen ist. Für 2019 wurde ein weiterhin moderateres Wachstum des Verbrauchs von raffiniertem Zinn geschätzt. Die Verwendung in E-Bikes in China sei ein bedeutender Teil des Zinnverbrauchs, werde aber voraussichtlich unter dem Druck der Regierung auf Bleibatterien und der Konkurrenz durch Lithium-Ionen abflachen und abnehmen. Der Zinnverbrauch in Kupferlegierungen und anderen Metallproduktmärkten ist 2018 um 2 Prozent zurückgegangen. Vorläufige Schätzungen des globalen Gesamtzinnverbrauchs, einschließlich veredelter und unveredelter Formen, beliefen sich 2018 auf 455.600 Tonnen, ein Plus von 3 Prozent gegenüber 2017. Die Recycling Input Rate (RIR), der Anteil der Verwendung von recyceltem Zinn am gesamten Zinnverbrauch, wurde für 2018 und 2019 mit 32 Prozent in etwa konstant berechnet. Die Ende 2018 von den befragten Unternehmen gehaltenen Zinnbestände wiesen eine Lieferzeit von 3,9 Wochen aus. Hochgerechnet ergäbe sich daraus ein Verbrauch von rund 28.000 Tonnen. Die Umfrage zeige, dass viele Anwender dabei sind, ihre Bestände in diesem Jahr deutlich zu reduzieren.
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Weitere Nachrichten
2019.11.12 07:31 V14.7.10-1