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© Osram Elektronikproduktion | 26 September 2019

Osram erhält indikatives Angebot von Finanzinvestoren Advent und Bain Capital

Das Werben um Osram geht weiter: Der Finanzinvestor Advent hat im Konsortium mitBain Capital ein neues Übernahmeangebot für alle ausstehenden Aktien der OSRAM Licht AG in Aussicht gestellt. Das Konsortium will in den nächsten Wochen noch eine verkürzte Due-Dilligence-Prüfung vornehmen, bevor es über ein verbindliches Angebot entscheidet, schreibt Osram in einer Pressemitteilung.

In dem Schreiben an den Vorstand von Osram stellt das Konsortium einen „bedeutenden Aufschlag“ gegenüber der aktuellen Offerte der ams AG über 38,50 Euroje Aktie in Aussicht. Die potenziellen Bieter arbeiten nach eigenen Angaben zudem an einer neuen Finanzierungsstruktur für die mögliche Transaktion. Advent und Bain beabsichtigen, ihr verbindliches Angebot gegenüber der Offerte der ams AG nicht nur in Hinblick auf Angebotspreis, sondern auch auf Strategie und Wachstumsperspektivenvon Osram überlegen zu gestalten. Es gab von Bain Capital bereits eine erste Offerte gemeinsam mit Carlyle über 35 Euro je Anteilsschein. Das neue Konsortium hat für den Fall eines verbindlichen Angebots eine Investorenvereinbarung analog der bisherigen von Bain und Carlyle sowie die Unterstützung der Strategie des Managements in der laufenden Transformation des Unternehmens in Aussicht gestellt.„Wir glauben, dass die Zukunft von Osram im Einklang mit allen Stakeholdern, einschließlich der Gewerkschaften und Arbeitnehmervertretern, gestaltet werden muss“, heißt es in dem Schreiben. Diesbezüglich sei das Konsortium zu eindeutigen Zusagen bereit. Der Vorstand von Osram hält eine weitere Konkretisierung des bislang unverbindlichen Angebots von Advent und Bain für nötig. Die bisherige Investorenvereinbarung von Bain und Carlyle enthält unter anderem Schutzzusagen für Mitarbeiter und Standorte. Osram würde nach der Übernahme unter dem bestehenden Namen weitergeführt. Der Sitz der Gesellschaft bliebe in München und die Rechte an allen Patenten lägen weiter bei Osram. Bestehende Betriebsvereinbarungen, Tarifverträge und ähnliche Vereinbarungen ebenso wie die bestehenden Pensionspläne sollen unverändert bleiben. Außerdem würden sich die Investoren zum Eckpunktepapier „Zukunftskonzept Deutschland“ bekennen, das im Juli 2017 mit der IG Metall und der Arbeitnehmerseite abgeschlossen wurde. Sollte es zu einer verbindlichen Offerte kommen, will Osram analog zu den bisherigen Angeboten zeitnah eine Empfehlung an die Aktionäre abgeben. Die Osram-Aktien an der Frankfurter Börse legten nach dem Angebot um mehr als zwei Prozent auf über 38,80 Euro je Anteilsschein zu. Damit war der Börsenpreis bereits höher als das Angebot der Österreicher von AMS.
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2019.10.11 15:09 V14.5.0-2