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© wrangler dreamstime.com Elektronikproduktion | 04 Juni 2019

Seltene Erden aus China: Experten wägen Folgen einer Beschränkung für die USA ab

Ökonomen und Finanzexperten analysieren, welche Folgen eine mögliche Beschränkung von seltenen Erden aus China für die USA haben könnten. China denke ernsthaft darüber nach, die Exporte von Seltenen Erden in die USA zu begrenzen, hieß es kürzlich aus Peking.

Seltene Erden beinhalten eine Gruppe von 17 Mineralien, die nicht wirklich selten sind, deren Abbau aber schwierig und umweltschädlich ist. Sie haben in den vergangenen Jahren durch ihren Einsatz in der Herstellung von Hightech-Geräten, Verteidigungsgütern und Elektrofahrzeugen stark an Bedeutung gewonnen. CNBC berichtete, dass Chinas Beschränkungen, wenn sie denn erlassen würden, zu einer großen Eskalation im Handelskrieg zwischen den USA und China führen würden. CNBC beruft sich dabei auf Aussagen von Ray Dalio, Mitbegründer des größten Hedgefonds der Welt, Bridgewater Associates. Die betroffenen seltenen Metalle und Erden müssten von den USA aus China bezogen werden, um viele benötigte Produkte herzustellen. Dazu gehörten Mobiltelefone, Magnete, Nachtsichtbrillen, Gyroskope, LED-Leuchten, Glas und Keramik. Andere Finanz- und Marktexperten sind jedoch anderer Meinung. Bei CNBC äußerten sich die Analysten Ed Mills und Pavel Molchanov dahin gehend, dass die Auswirkungen auf die USA nur gering wären. "Das ist ein Grund, warum wir skeptisch sind, dass Peking tatsächlich ernst machen würde". John LaForge, Leiter der Real Asset Strategie am Wells Fargo Investment Institute, sagte in einer Forschungsnotiz, dass das Verbot die US-Hersteller, die seltene Erden verwenden, durch steigende Produktionskosten und sogar Produktverzögerungen in eine Abhängigkeit bringen würde. LaForge sagte aber auch, dass eine mögliche Einschränkung nicht unbedingt eine Trumpfkarte für China sein müsse. Vielmehr müsse China aufpassen, dass es nicht zu einem wirtschaftlichen Eigentor komme.
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2019.12.03 22:29 V14.8.2-2