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© Siemens Elektronikproduktion | 30 Januar 2019

Siemens eröffnet roboter-gestützte Batteriemodulfabrik in Trondheim

Siemens hat im Beisein der norwegischen Ministerpräsidentin Erna Solberg in Trondheim eine der fortschrittlichsten und robotergestützten Batteriemodulfabriken weltweit eröffnet. Zukünftig werden hier täglich 55 Batteriemodule pro Schicht für den Marine- und Offshoremarkt montiert.

„Wir gehen davon aus, dass dieser Markt in Zukunft deutlich wachsen wird. Aus diesem Grund haben wir stark in die Entwicklung sicherer und zuverlässiger Batterielösungen investiert", sagt Bjørn Einar Brath, Leiter Offshore Solutions bei Siemens. Die Fabrik umfasst eine robotisierte und digitalisierte Produktionslinie mit acht Roboterstationen mit einer Kapazität von bis zu 300 Megawattstunden (MWh) pro Jahr. Vom Auspacken der eingehenden Produktionsteile bis zur Prüfung des fertigen Batteriemoduls läuft die Montage komplett automatisiert ab. Eine Batterie besteht hierbei aus neun Batteriemodulen, wobei sich jedes Modul aus 28 Batteriezellen zusammensetzt. Bislang waren norwegische Unternehmen führend bei der Elektrifizierung des Schiffsverkehrs. Mit der globalen Entscheidung, stark in maritime Batteriesysteme zu investieren, wächst das Interesse an Siemens auch auf dem internationalen Markt. „Wir sehen auch außerhalb Norwegens ein großes Interesse an solchen Lösungen“, so Brath weiter. Die neue Batteriefabrik werde vor allem einen internationalen Markt bedienen. Aufgrund Norwegens Vorreiterrolle in der Elektrifizierung sowie Trondheims Technologie- und Produktionsumfeld für elektrische Lösungen in Schiffen und Offshore-Anwendungen sei die Wahl des Standorts auf Trondheim gefallen. „Hier haben wir uns in den vergangenen Jahren ein Kompetenzzentrum für Elektro- und Hybridlösungen aufgebaut. Dieses hat die globale Unternehmensführung so sehr beeindruckt, dass wir nun für die Entwicklung neuer Batteriesysteme verantwortlich sind", sagt Anne Marit Panengstuen, CEO bei Siemens AS. Die Nähe zu Kunden im norwegischen maritimen Umfeld sowie die Offensive der Politik für emissionsarme Lösungen hätten Siemens ebenfalls bestärkt. Bisher wurde der Markt weitgehend von Elektrofähren angetrieben, aber auch Fischerboote, Arbeitsschiffe für die Aquakultur und Offshore-Anlagen würden ein großes Potenzial für die Zukunft bieten. Vor kurzem erst habe die Fabrik ihren ersten Auftrag zur Montage von Batterien für den Einsatz auf einer Bohrinsel erhalten. Die Bohrinsel des internationalen Bohrunternehmers Northern Drilling wird damit die weltweit erste Bohranlage sein, die mit einer modernen Batterielösung betrieben wird. Experten schätzen, dass eine solche Batterielösung den jährlichen Kraftstoffverbrauch um zwölf Prozent, die jährlichen Kohlenstoffdioxid-Emissionen um fünfzehn Prozent und die jährlichen Stickoxide-Emissionen um zwölf Prozent reduzieren kann.
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2019.05.21 21:58 V13.3.9-1