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Elektronikproduktion | 31 Juli 2007

Drohen bei VDO massive Entlassungen?

Siemens soll mit Continental Standortgarantien f├╝r die verkauften VDO-Werke vereinbart haben. Es gelte eine Standortsicherung f├╝r drei Jahre ab dem Vollzug des Kaufs. F├╝r den Hauptstandort Regensburg sollten sogar f├╝nf Jahre garantiert werden. Die IG Metall bef├╝rchtet trotzdem massive Stellenverluste.
Siemens hatte seine Automobilzuliefersparte VDO f├╝r etwas mehr als elf Milliarden Euro an den Reifenhersteller Continental verkauft. Bereits vor dem Verkauf gab es Spekulationen ├╝ber einen Stellenabbau durch Siemens. Continental lehnt derweil verbindliche Standort-Garantien f├╝r VDO-Standorte ab. Die getroffenen Vereinbarungen zur mittelfristigen Sicherung von Arbeitspl├Ątzen seien ÔÇ×lediglich Zusagen“, meinte Konzernchef Manfred Wennemer im Gespr├Ąch mit der Zeitung ÔÇ×Welt am Sonntag“. ÔÇ×Es wird niemand erwarten, dass wir ein Werk am Laufen halten, wenn wir einen gro├čen Auftrag verloren haben und es keine Arbeit mehr gibt.“

Laut Wennemer werde Conti in den ersten 36 Monaten keine Standorte schlie├čen, f├╝r den VDO-Standort Regensburg seien es sogar 60 Monate. Der bisherige VDO-Eigner Siemens hat an den Verkauf eine mittelfristige Standortsicherung gekn├╝pft. Demnach sollen auch betriebsbedingte K├╝ndigungen f├╝r drei Jahre ausgeschlossen werden.

Die IG Metall sieht dagegen rund 7.000 Stellen bei VDO in Gefahr. Wennemer wollte die Zahl nicht kommentieren. Die bei Conti st├Ąrker vertretene Gewerkschaft IG BCE sieht dagegen keine Gefahr. Laut Wennemers k├Ânnten allenfalls kleine Bereiche von VDO weiter ver├Ąu├čert werden.

Ein erster Interessent hat sich daf├╝r auch schon gemeldet. So will der franz├Âsische Autozulieferer Valeo eventuell Teile von VDO kaufen.
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