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© gleighly dreamstime.com Elektronikproduktion | 15 Januar 2019

BASF-Mitarbeiter sollen geheime Technologien an chinesisches Unternehmen verraten haben

Ein chinesisches Unternehmen soll Geheimnisse zur Chipherstellung von Mitarbeitern des deutschen Chemiekonzerns BASF erhalten haben. Das hat die taiwanesische Regierung mitgeteilt.
BASF geh├Ârt zu den wichtigen Lieferanten f├╝r Halbleiterhersteller wie Intel und Samsung Electronics. China ist bem├╝ht, die L├╝cke zu den weltweit f├╝hrenden Unternehmen in diesem Segment zu schlie├čen. Sechs taiwanesische Staatsangeh├Ârige, darunter ein aktueller und f├╝nf ehemalige Manager der taiwanesischen Niederlassung des deutschen Unternehmens, w├╝rden beschuldigt, seit 2017 Technologiegeheimnisse an das chinesische Unternehmen weitergegeben zu haben, so die taiwanesische Kriminalpolizei. Sie sollen daf├╝r umgerechnet gut 5 Millionen Euro erhalten haben. Einige der BASF-Technologien seien bereits von den ehemaligen und derzeitigen Mitarbeitern auf das chinesische Unternehmen ├╝bertragen worden, schreibt die Zeitung Nikkei Asian Review und zitiert dabei die Untersuchungsbeh├Ârden. Auf der Website von BASF erkl├Ąrt das Unternehmen, dass es dem Konzern bekannt sei, dass gegen einen Mitarbeiter derzeit von den taiwanesischen Beh├Ârden ermittelt wird. Man werde die Untersuchungen der Polizei unterst├╝tzen. Durch den Technologiediebstahl k├Ânnte der BASF ein Schaden in H├Âhe von bis zu 100 Millionen Euro entstehen, sch├Ątzt das Unternehmen. Laut taiwanesischen Experten hat der chinesische Lieferant Technologien und Formeln f├╝r hochreines elektronisches Ammoniakwasser und Schwefel erhalten - Schl├╝sselmaterialien, die in modernen Chipherstellungsverfahren verwendet werden. Diese Materialien sollten offenbar in einem neuen Werk in Zhenjiang in der chinesischen Provinz Jiangsu hergestellt werden. Den ersten Verdacht habe es bereits Anfang 2017 gegeben, als das chinesische Unternehmen einen pensionierten Manager in einer BASF-Fabrik in Taoyuan eingestellt hat. Die sechs Verd├Ąchtigen wurden in Taiwan verh├Ârt und verhaftet, nachdem sie aus China auf die Insel zur├╝ckgekehrt waren. BASF hat angek├╝ndigt, die Sicherheitsvorkehrungen zu verst├Ąrken.
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2019.02.22 14:26 V12.2.6-2