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© pichetw dreamstime.com Elektronikproduktion | 28 Dezember 2018

WitsView erwartet zunächst nur geringe Nachfrage nach faltbaren Smartphones

WitsView, eine Abteilung von TrendForce, sieht auf dem weltweiten Smartphone-Markt eine S√§ttigung mit weniger Raum f√ľr Produktdifferenzierungen. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor.
So hätten die Hersteller von Smartphones ihren Fokus auf klappbare Modelle der nächsten Generation verlagert. WitsView geht davon aus, dass das erste klappbare Smartphone 2019 auf den Markt kommen wird, was allerdings nur 0,1 Prozent auf dem globalen Smartphone-Markt ausmachen werde. Bis 2021 rechnet man mit einem Anteil von 1,5 Prozent.

Laut Boyce Fan, Forschungsleiter von WitsView, h√§tten einige Hersteller in der Vergangenheit versucht, faltbare Modelle mit einem Dual-Screen-Design zu entwickeln - die meisten von ihnen seien jedoch gescheitert. Da bei der Entwicklung flexibler AMOLED-Panels jedoch immer wieder Durchbr√ľche erzielt w√ľrden, w√ľrden allm√§hlich einseitig faltbare Smartphones mit einem Bildschirm entstehen. Unter den Herstellern nimmt dabei Samsung mit seiner Display-Technologie eine f√ľhrende Rolle ein.

Die Produktdifferenzierung sei in einem ges√§ttigten Markt schwieriger und habe sich in den vergangenen Jahren auf das Smartphone-Gesch√§ft von Samsung ausgewirkt, schreibt WitsView. Die AMOLED-Modelle k√∂nnten nicht mehr wie bisher eine starke Nachfrage ausl√∂sen. Zusammen mit der zunehmenden Konkurrenz durch chinesische Smartphone-Hersteller in den Schwellenl√§ndern sei das Smartphone-Gesch√§ft von Samsung an einen Engpass gekommen und ben√∂tige neue Nachfrageimpulse f√ľr das Wachstum. Daher glaubt WitsView, dass Samsung sehr viel daran liege, im n√§chsten Jahr das erste klappbare Smartphone auf den Markt zu bringen, um nicht nur ein neues Konzept f√ľr Smartphone-Hardware zu definieren, sondern auch die f√ľhrende Position auf dem weltweiten Smartphone-Markt zu st√§rken.

Obwohl faltbare Handys mittlerweile im Fokus des Marktes stehen, w√ľrden sie sich noch in der fr√ľhen Phase der Produktentwicklung befinden. Samsungs aktuelles Konzept des faltbaren Telefons zeigt ein nach innen klappbares Designkonzept, das ein zus√§tzliches Display f√ľr die Frontabdeckung erfordert. Der Schl√ľssel zu einem guten Benutzererlebnis werde daher die Schnittstellenoptimierung f√ľr den √úbergang zwischen dem Display innen und au√üen sein. Inzwischen gebe es auch Verbesserungsm√∂glichkeiten in Bezug auf die St√§rke des Telefons und des Randes sowie die Akkulaufzeit.

Das Konzept der Ausw√§rtsfaltung ist f√ľr viele Hersteller eine Alternative, stellt aber zus√§tzliche Herausforderungen dar, wie zum Beispiel das Verh√§ltnis von Festigkeit, St√§rke und Flexibilit√§t der CPI-Schutzfolie oder des Schutzabdeckglases.

Neben Samsung haben auch andere Smartphone-Hersteller wie Huawei, LG, Google und Lenovo damit begonnen, die Einf√ľhrung von faltbaren Modellen zu planen. Allerdings w√ľrden sie noch l√§nger brauchen, da sie immer noch durch den Mangel an alternativen Panel-Lieferanten eingeschr√§nkt w√ľrden. WitsView ist der Ansicht, dass die anf√§ngliche Nachfrage nach faltbaren Smartphones nicht besonders gro√ü sein wird. Das Segment der faltbaren Smartphones werde erst in der zweiten Jahresh√§lfte 2019 oder nach 2020 expandieren, wenn mehr Hersteller folgen, um faltbare Modelle auf den Markt zu bringen.
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2019.01.17 14:20 V11.11.0-2