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© ZVEI Analysen | 11 Dezember 2018

Elektroindustrie: Oktober bringt wieder Aufwind

Im Oktober 2018 hat die deutsche Elektroindustrie insgesamt 10,1 Prozent mehr neue Bestellung erhalten als vor einem Jahr. Die Inlandsaufträge erhöhten sich um 8,1 und die Auslandsaufträge um 11,9 Prozent.

Kunden aus dem Euroraum orderten im Oktober 9,5 Prozent mehr als vor Jahresfrist, die Bestellungen aus Drittländern zogen um 13,5 Prozent an. „Damit hat sich die Entwicklung der Auftragseingänge zu Beginn des vierten Quartals wieder deutlich belebt, und zwar auf ganzer Breite“, sagte Dr. Andreas Gontermann, ZVEI-Chefvolkswirt, in einer Pressemitteilung. Für den Gesamtzeitraum von Januar bis Oktober dieses Jahres lässt sich jetzt ein Bestellplus von 0,9 Prozent gegenüber Vorjahr verbuchen. Hier gingen die Inlandsaufträge um 2,7 Prozent zurück, wohingegen die Auslandsaufträge um 4,0 Prozent stiegen (Euroraum: + 2,7%, Drittländer: + 4,8%). Auch die Produktion holte im Oktober nochmals Schwung: Der um Preiseffekte bereinigte Output nahm um 10,1 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat zu. In den ersten zehn Monaten 2018 ist die gesamte Branchenproduktion damit um 3,5 Prozent gegenüber Vorjahr gewachsen. Allerdings haben die deutschen Elektrounternehmen ihre Produktionspläne im November per saldo weiter nach unten revidiert. 22 Prozent der Firmen wollen ihren Output in den nächsten drei Monaten erhöhen, 69 Prozent aufrechterhalten und neun Prozent senken. Mit 17,4 Milliarden Euro übertrafen die Erlöse im Oktober ihren Vorjahreswert um 12,3 Prozent. Inlands- als auch Auslandsumsatz kamen jeweils auf 8,7 Milliarden Euro. Ersterer lag damit um 15,5 Prozent höher als vor einem Jahr, letzterer um 9,6 Prozent. Die Geschäfte mit Kunden aus der Eurozone erhöhten sich im Oktober um 10,9 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro und die mit Partnern aus Drittländern um 8,8 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro. In den gesamten ersten zehn Monaten 2018 beliefen sich die aggregierten Erlöse auf 162,6 Milliarden Euro – ein Plus von 3,9 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum. Hier wuchsen der Inlandsumsatz um 3,7 Prozent auf 77,4 Milliarden Euro und der Auslandsumsatz um 4,1 Prozent auf 85,2 Milliarden Euro. Das Geschäft mit dem Euroraum erzielte ein Plus von 5,9 Prozent auf 31,5 Milliarden Euro, die Nachfrage aus Drittländern zog um 3,1 Prozent auf 53,7 Milliarden Euro an. Das Geschäftsklima in der deutschen Elektroindustrie hat sich im November dieses Jahres weiter eingetrübt. „Zwar fiel die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage wieder etwas besser aus als im Vormonat“, so Dr. Gontermann. „Aber die allgemeinen Geschäftserwartungen, die bereits im Oktober erstmals seit vier Jahren wieder in den negativen Bereich abgesackt waren, gaben per saldo weiter deutlich nach.“ 53 Prozent der Unternehmen bewerten ihre gegenwärtige wirtschaftliche Situation als gut, 39 Prozent als stabil und acht Prozent als schlecht. Was die kommenden sechs Monate anbelangt, gehen aktuell 13 Prozent von anziehenden, 63 Prozent von gleichbleibenden und 24 Prozent von rückläufigen Geschäften aus. Auch die Exporterwartungen der Firmen sanken im November, blieben aber oberhalb der Nulllinie. Hier fiel der Saldo aus positiven und negativen Antworten gegenüber Oktober von zwölf auf neun Prozentpunkte.
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2019.04.18 05:19 V13.0.9-1