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© Yamaha Motor (nur zu Illustrationszwecken) Analysen | 20 November 2018

Maschinenbau macht weiter Tempo im Export

Die Maschinenbauer in Deutschland können im ExportgeschÀft weiter punkten. In den ersten neun Monaten dieses Jahres legten die Maschinenauslieferungen nach Angaben des Statistischen Bundesamts um nominal 5,2 Prozent oder 6,5 Milliarden Euro auf 131,9 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr zu.
Damit hat sich das Exporttempo nur leicht verlangsamt. Zum Halbjahr hatten die Ausfuhren (nach korrigierten Zahlen) ein Plus von 5,9 Prozent erreicht. Im dritten Quartal (Juli – September) 2018 verbuchten die Maschinenbauer ein Exportplus von 3,9 Prozent auf 43,8 Milliarden Euro.

"Der September hat erste Bremsspuren aufgewiesen mit einem RĂŒckgang der Exporte um 0,2 Prozent“, sagt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers. "Doch man sollte einen einzelnen Monatswert nicht ĂŒberbewerten. Erst die kommenden Monate werden zeigen, wie sich die weltweiten Handelsstreitigkeiten auf den Maschinenbau in Deutschland auswirken. Das GeschĂ€ft wird zunehmend schwieriger. Umso erfreulicher ist die FĂ€higkeit vieler mittelstĂ€ndischer Maschinenbaubetriebe, sich trotz aller Handelshemmnisse im globalen Wettbewerb zu behaupten."

China rĂŒckt wieder an die Spitze

Nach neun Monaten des laufenden Jahres hat sich China die Position als wichtigster Einzelexportmarkt fĂŒr die Maschinenbauer aus Deutschland zurĂŒckerobert. Zwischen Januar und September stiegen die Ausfuhren in die Volksrepublik um 11,4 Prozent auf 14,23 Milliarden Euro an. Damit hat China einen Anteil von 10,8 Prozent an den gesamten deutschen Maschinenausfuhren. Die Exporte in die Vereinigten Staaten – zum Halbjahr noch knapp vor China im Ranking – legten im selben Zeitraum um 6,9 Prozent auf 14,16 Milliarden Euro zu, die USA haben damit einen Anteil von 10,7 Prozent an den gesamten Ausfuhren.

Auf den PlĂ€tzen dahinter folgten unverĂ€ndert Frankreich, Italien und das Vereinigte Königreich. Besonders krĂ€ftig wuchsen dabei in den ersten neun Monaten die Ausfuhren nach Italien (plus 12,3 Prozent auf 6,23 Milliarden Euro). Auch Großbritannien konnte Boden gut machen (plus 4,5 Prozent auf 5,79 Milliarden Euro). „Der Brexit wird seine ganzen unangenehmen Folgen erst dann zeigen, wenn es zu einem harten Ausstieg kommt. Derzeit profitiert das GeschĂ€ft mit dem Vereinigten Königreich von der wechselkursbedingten StĂ€rke der britischen Exportindustrie. Zudem werden wohl viele Bestellungen vorgezogen und Lager gefĂŒllt, um drohenden Handelshemmnissen zuvorzukommen“, vermutet der VDMA-Chefvolkswirt.

TĂŒrkei rutscht weiter ab

Die Exporte in die EU-LĂ€nder insgesamt legten zwischen Januar und September um 5,6 Prozent auf 62,14 Milliarden Euro zu. UnverĂ€ndert schwierig blieb dabei das GeschĂ€ft mit der TĂŒrkei, das Minus der Ausfuhren weitete sich sogar auf 8,9 Prozent aus. Die TĂŒrkei steht damit nur noch auf Rang 15 der wichtigsten ExportlĂ€nder im Maschinenbau. Weiterhin positiv entwickelten sich die Ausfuhren nach Russland (plus 4,9 Prozent auf 4,17 Milliarden Euro), den grĂ¶ĂŸten Zuwachs eines Landes in den Top-20 verbuchte Polen mit einem Plus von 14 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro.
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2018.12.13 13:08 V11.10.14-2