Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
© OHB System AG (nur zu Illustrationszwecken) Produkte | 15 November 2018

OHB setzt verstärkt auf 3D-Druck

Die OHB-System AG, ein Tochterunternehmen des Raumfahrt- und Technologiekonzerns OHB SE, darf sich ├╝ber eine F├Ârderung f├╝r eine Technologieentwicklung aus dem General Support Technology Programm der ESA (European Space Agency) zum 3D-Druck freuen.
Ziele des Projektes seien die Erarbeitung von Design- und Qualifikationsrichtlinien f├╝r die Einf├╝hrung von gedruckten Bauteilen in Struktur- und Nutzlastkomponenten von Satelliten sowie der Aufbau einer Lieferkette mit k├╝rzeren Lieferzeiten, schreibt OHB in einer Pressemitteilung. OHB wird bei dem Vorhaben von seinen Projektpartnern, der Fraunhofer-Einrichtung f├╝r Additive Produktionstechnologien IAPT, dem Softwareunternehmen Altair Engineering und der cbprocess GmbH unterst├╝tzt. Das Projekt ist im Oktober 2018 gestartet worden und hat eine Laufzeit von zweieinhalb Jahren.

Der 3D-Druck, auch Additive Manufacturing (AM) genannt, bietet einen neuen Ansatz, metallische Bauteile herzustellen und hebt sich dadurch von herk├Âmmlichen Fertigungstechnologien ab. Insbesondere f├╝r die Raumfahrt bietet der 3D-Druck eine Reihe von Vorteilen. Bauteile aus dem 3D-Drucker k├Ânnten innerhalb kurzer Zeit und ohne den Einsatz zus├Ątzlicher Werkzeuge hergestellt werden“, erkl├Ąrt Dr. Marco Mulser, Technologiekoordinator Additive Manufacturing. Gegen├╝ber bisherigen Herstellungsverfahren k├Ânnten dadurch Lieferzeiten verk├╝rzt werden.

Durch die neuen konstruktiven M├Âglichkeiten k├Ânnen Bauteile hergestellt werden, die optimal auf die Belastungen beim Start auf einer Tr├Ągerrakete sowie beim Betrieb des Raumfahrtzeugs im Weltraum abgestimmt sind. Der 3D-Druck erlaube es zudem, mehrere Einzelteile zu einem Bauteil zusammenzufassen und Schnittstellen zu reduzieren. Somit k├Ânne die Masse einzelner Komponenten und auch die Gesamtmasse des Raumfahrtzeugs reduziert werden, so Mulser weiter.

Schon seit mehr als f├╝nf Jahren besch├Ąftige man sich bei OHB mit der Technologie. So w├╝rden in laufenden Projekten bereits Bauteile f├╝r optische Instrumente in Aluminium und Titan, Mechanismen aus Stahl sowie Strukturbauteile aus metallbeschichteten Hochleistungspolymeren entwickelt. ÔÇ×Mit dem ESA-Zuschlag wird OHB seine Kompetenzen f├╝r den Einsatz der Technologie weiter ausbauen. OHB wird zudem ein strategisches Netzwerk f├╝r die Herstellung und Pr├╝fung 3D-gedruckter Metallbauteile aufbauen, um k├╝nftig vermehrt gedruckte Satellitenkomponenten und Instrumente einzusetzen“, erkl├Ąrt Mulser abschlie├čend.
Weitere Nachrichten
2018.12.13 13:08 V11.10.14-2