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Elektronikproduktion | 24 Juli 2007

Greenpeace bewertet Elektronikhersteller

Zum vierten Mal veröffentlicht Greenpeace seine Einstufung von Elektronik-, Handy- und Computer-Herstellern. Dabei bestimmen Faktoren wie Verwendung umweltfreundlicher Stoffe und Vorhandensein eines weltweiten Recyclingssystems die Rangstufe.
Diesmal gibt es eine √úberraschung: Der Computer- und Elektronikhersteller Apple wird gr√ľner.

Erneut f√ľhrt das Unternehmen Nokia die Rangliste an, und um den zweiten Platz streiten sich die Firmen Dell und Lenovo. So bekannte Namen wie LGE oder Sony rutschen aber deutlich ab. Sie landeten auf den letzten Pl√§tzen, weil sie bei ihrer Abfall- und Recyclingpolitik weltweit keine einheitlich hohen Standards einhalten. Zeigte sich die Firma Apple von ihrem letzten Platz in den ersten drei Einstufungen v√∂llig unbeeindruckt, hat sie jetzt die Aufholjagd auf einen der vorderen Pl√§tze begonnen.

Getestet wurden unter anderem die Entsorgungsverfahren, die Wiederverwertbarkeit von Einzelteilen oder die Verwendung giftiger Chemikalien bei der Herstellung der Geräte. In einem einfachen Bewertungsystem kann dann die Umweltfreundlichkeit aller getesteten Unternehmen abgelesen werden.

"Unsere vier Rankings zeigen deutlich, dass die Hersteller begonnen haben, Schritte zu unternehmen, um gr√ľnere Produkte auf den Markt zu bringen", freut sich Iza Kruszewska Chemie- und Gift-Expertin von Greenpeace International. Steve Jobs j√ľngste Ank√ľndigung, auf giftige Bestandteile verzichten zu wollen, brachte Apple ein paar Rangstufen h√∂her. Der n√§chste Pr√ľfstein f√ľr Apple ist das demn√§chst erscheinende iPhone. Damit sollten sie auf die Erwartungen der Kunden eingehen, die ihre Lieblingsfirma in Fragen des Umweltschutzes gern ganz weit vorn sehen wollen.

Schon bei einem fl√ľchtigen Blick √ľber die vier Greenpeace-Ranglisten tritt deutlich zu Tage, dass sich die Elektronik-Hersteller ihrer Verantwortung f√ľr die R√ľcknahme ihrer eigenen Altger√§te und deren Recycling zunehmend stellen. So entstehen immer mehr und umfassendere Programme auf freiwilliger Basis. Au√üerdem werden die Kunden besser dar√ľber informiert, wie sie ihre ausrangierten Elektroger√§te richtig entsorgen k√∂nnen.

"F√ľhrende Computerhersteller ver√∂ffentlichen jetzt ihre Recyclingrate", erkl√§rt Kruszewska. Mit dieser Transparenz setzen sie die gesamte Branche unter Druck, so dass auch andere ihren Recyclinganteil erfassen und mitteilen, um in der K√§ufergunst zu steigen. Wir sind Zeugen, wie die Elektro-Industrie sich in Richtung umweltvertr√§glichere Ger√§te entwickelt.
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