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© wrangler dreamstime.com Elektronikproduktion | 09 November 2018

Elektroindustrie schließt drittes Quartal verhaltener ab

Im September 2018 verfehlten die Auftragseingänge in der deutschen Elektroindustrie ihren Vorjahreswert um 4,1 Prozent. Aus dem Inland gingen 1,6 und aus dem Ausland 6,0 Prozent weniger Bestellungen ein.
Vor allem die Auftr√§ge aus L√§ndern au√üerhalb des Euroraums gaben mit minus 8,8 Prozent stark nach. Kunden aus der Eurozone reduzierten ihre Bestellungen nur um 0,6 Prozent. ‚ÄěDamit sind die Auftragseing√§nge in den gesamten ersten drei Quartalen dieses Jahres stagniert“, sagte Dr. Andreas Gontermann, ZVEI-Chefvolkswirt. ‚ÄěAllerdings hatte es im gleichen Vorjahreszeitraum bedingt durch Gro√üauftr√§ge auch ein zweistelliges Plus gegeben.“ W√§hrend die Bestellungen aus dem Inland zwischen Januar und September um 4,0 Prozent gegen√ľber Vorjahr fielen, legten die Auslandsbestellungen um 3,2 Prozent zu. Sowohl Kunden aus dem Euroraum (+ 2,0%) als auch aus Drittl√§ndern (+ 4,0%) orderten mehr.

Die preisbereinigte Produktion der heimischen Elektroindustrie blieb im September 2,4 Prozent unter ihrem Vorjahreswert. F√ľr den Gesamtzeitraum von Januar bis September 2018 ergibt sich aber immer noch ein Zuwachs von 2,7 Prozent gegen√ľber Vorjahr. ‚ÄěSomit liegen wir weiterhin im Rahmen unserer Erwartungen von plus drei Prozent f√ľr das gesamte Jahr 2018“, so Dr. Gontermann in einer Pressemitteiling.

Die nominalen Erl√∂se der Branche fielen im September mit 16,5 Milliarden Euro um 3,5 Prozent niedriger aus als im Vorjahr. Der Inlandsumsatz (- 7,0% auf 7,7 Mrd. ‚ā¨) sank st√§rker als der Auslandsumsatz (- 0,4% auf 8,8 Mrd. ‚ā¨). W√§hrend das Gesch√§ft mit Kunden aus der Eurozone um 3,1 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro stieg, gingen die Erl√∂se mit Drittl√§ndern um 2,4 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro zur√ľck.

In den ersten drei Quartalen 2018 belief sich der aggregierte Elektroumsatz auf 145,1 Milliarden Euro, ein Plus von 2,9 Prozent gegen√ľber 2017. Die Inlands- und Auslandserl√∂se erh√∂hten sich dabei um 2,4 bzw. 3,4 Prozent auf 68,7 bzw. 76,4 Milliarden Euro. Der Umsatz mit Kunden aus dem Euroraum (+ 5,1% auf 28,2 Mrd. ‚ā¨) wuchs in den ersten drei Quartalen doppelt so stark wie der mit Partnern aus Drittl√§ndern (+ 2,4% auf 48,2 Mrd. ‚ā¨).

Das Gesch√§ftsklima in der deutschen Elektroindustrie hat im Oktober 2018 deutlich nachgegeben: ‚ÄěDie Beurteilung der aktuellen Lage fiel etwas schw√§cher aus als im Vormonat. Gleichzeitig gingen die allgemeinen Gesch√§ftserwartungen per saldo soweit zur√ľck, dass sie erstmals seit November 2014 wieder in negatives Territorium kamen“, sagte Dr. Gontermann. ‚ÄěImmerhin tr√ľbten sich die Exporterwartungen im Oktober nur leicht ein.“
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2019.01.17 14:20 V11.11.0-1