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© Bosch Leiterplatten | 07 November 2018

Bosch investiert eine Milliarde Euro in Halbleiterfabrik in Dresden

Bosch setzt in seiner Wachstumsstrategie weiter auf den Halbleiter-Bereich. Dafür investiert Bosch rund eine Milliarde Euro. Es ist die größte Einzelinvestition in der Firmengeschichte.
Das Geld fließt in eine neue Halbleiterfabrik in Dresden, in der ab 2021 Chips mit der 300-Millimeter-Technologie produziert werden. Mit dieser 300-Millimeter-Technologie lassen sich im Vergleich zur etablierten Fertigung mit kleineren 150- und 200-Millimeter-Wafern höhere Skaleneffekte erzielen, schreibt Bosch in einer Pressemitteilung. Bis zu 700 Beschäftigte sollen dort für die hochautomatisierte Chipfertigung tätig sein, um die Produktion zu planen, zu steuern und zu überwachen. In Dresden errichtet Bosch nach Reutlingen das zweite Halbleiterwerk in Deutschland. Das Unternehmen will damit seine Fertigungskapazitäten erweitern, um seine weltweite Wettbewerbsposition weiter zu stärken.

Das aktuelle Halbleiter-Portfolio von Bosch umfasst vor allem mikroelektromechanische Systeme (MEMS), ASICs für Fahrzeugsteuergeräte und Leistungshalbleiter, ohne die heute kein Hybrid- und kein Elektroauto mehr unterwegs ist. Sie regeln den elektrischen Motor und sorgen dafür, dass die Batterie möglichst effizient genutzt wird. „Leistungshalbleiter für Hybrid- und Elektrofahrzeuge sind für Bosch ein Wachstumstreiber“, so Jens Fabrowsky, Mitglied des Bereichsvorstands des Bosch-Geschäftsbereichs Automotive Electronics. Die Entwicklung der Assistenzsysteme und des automatisierten Fahrens sei erst durch die Fortschritte in der Mikroelektronik möglich, sagt Fabrowsky weiter. Mikroelektromechanische Systeme, kurz MEMS, von Bosch seien die Sinnesorgane moderner Fahrzeuge. Sie versorgten die Steuergeräte im Fahrzeug mit wesentlichen Informationen zum Fahrverhalten.

2016 hatte weltweit jedes neu zugelassene Fahrzeug im Durchschnitt mehr als neun Chips von Bosch an Bord. Bosch sei sowohl in der Halbleiter-Industrie als auch in der Automobil-Industrie zuhause, heißt es von dem Unternehmen. 2018 steckten in jedem neuen Fahrzeug Halbleiter im Wert von 370 US-Dollar (323,90 Euro).

Für 2018 wird mit einem weltweiten Halbleiter-Umsatz von 451 Milliarden US-Dollar (ca. 396,15 Milliarden Euro) gerechnet. „Bosch wächst mit Halbleitern stärker als der Markt“, sagt Fabrowsky. Die Königsdisziplin im Halbleitermarkt seien dabei Chips für Fahrzeuge.
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2018.11.15 17:25 V11.9.0-2