Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
© Skypixel Dreamstime.com Analysen | 28 September 2018

'Die Briten müssen ihr Brexit-Angebot nachbessern'

Der Maschinenbau fordert von Großbritannien ein stĂ€rkeres Entgegenkommen in den Brexit-Verhandlungen.
Die vorliegenden PlĂ€ne des Vereinigten Königreichs fĂŒr die kommenden Beziehungen zur EuropĂ€ischen Union sind eine Diskussionsgrundlage, sie reichen aber nicht aus, einen ungeordneten EU-Austritt zu vermeiden. "Ein Abkommen, das langfristig die IntegritĂ€t des Binnenmarktes und der Zollunion untergrĂ€bt, ist auf keinen Fall im Sinne der europĂ€ischen Industrie“, sagt Thilo Brodtmann, HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer des VDMA, in einer Pressemitteilung..

Kritisch sieht der Maschinenbau den Vorschlag der Briten, die Freiheiten des Binnenmarktes fĂŒr das Vereinigte Königreich zu teilen. "Der freie Verkehr von GĂŒtern und Dienstleistungen gehen Hand in Hand. Zum Beispiel umfasst der Verkauf einer Maschine in der Regel auch Serviceleistungen wie Montage und Wartung“, betont Brodtmann. Skeptisch sieht der Verband auch die britischen PlĂ€ne fĂŒr ein neues Zollverfahren, das den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Zollunion möglich machen und gleichzeitig eine Grenze zwischen Irland und Nordirland verhindern soll. "Dies wĂŒrde ein ĂŒberaus komplexes Zollsystem schaffen, das in der Praxis nicht funktionieren kann und in erster Linie dem Zweck dient, dass die Hardliner in Großbritannien ihr Gesicht nicht verlieren. Innenpolitische Befindlichkeiten sollten nicht die Basis sein, auf der wir unsere Handelsbeziehungen fĂŒr die kommenden Jahrzehnte aufbauen“, so Thilo Brodtmann weiter.

„Ein Abkommen, das langfristig die IntegritĂ€t des Binnenmarktes und der Zollunion untergrĂ€bt, ist auf keinen Fall im Sinne der europĂ€ischen Industrie.“

Ein ungeordneter Brexit ohne Folgeabkommen hĂ€tte fĂŒr den deutschen Maschinenbau spĂŒrbare Konsequenzen. Die große Verunsicherung in Großbritannien wĂŒrde neben konkreten Behinderungen in der Zollabwicklung zu einem erheblichen RĂŒckgang der Anlageinvestitionen fĂŒhren. Im ersten Halbjahr (Januar bis Juli) 2018 war das Vereinigten Königreich der fĂŒnftgrĂ¶ĂŸte Auslandsmarkt fĂŒr die Industrie mit einem Exportvolumen von 3,7 Milliarden Euro. Von grĂ¶ĂŸter Bedeutung fĂŒr den Maschinenbau ist allerdings die EuropĂ€ische Union: in den ersten sechs Monaten 2018 verkauften deutsche Maschinenbauer Produkte im Wert von 41 Milliarden Euro ins EU-Ausland, was fast die HĂ€lfte aller Exporte in diesem Zeitraum (86,7 Milliarden Euro) ausmachte.
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Weitere Nachrichten
2018.12.05 15:01 V11.10.4-2