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© ZVEI Elektronikproduktion | 28 August 2018

Deutsche Elektroexporte knacken erstmals EUR 100-Milliarden-Grenze

Die deutschen Elektroexporte sind im Juni dieses Jahres um 3,8 Prozent gegen√ľber Vorjahr auf EUR 17,5 Milliarden gestiegen. Im gesamten ersten Halbjahr 2018 kamen sie auf EUR 101,7 Milliarden und lagen damit 4,3 Prozent √ľber ihrem Vorjahreswert.
"Zum ersten Mal √ľberhaupt konnte die 100-Milliarden-Euro-Marke in einem Halbjahr √ľbertroffen werden“, sagt ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann in einer Pressemitteilung.

Die Branchenausfuhren in die Industrieländer erhöhten sich im ersten Halbjahr um 3,2 Prozent auf EUR 66,0 Milliarden. Die Exporte in die Schwellenländer wuchsen doppelt so stark (+ 6,5% auf EUR 35,7 Mrd.).

Im Ranking der gr√∂√üten Abnehmer gab es in der ersten Jahresh√§lfte kaum √Ąnderungen: Ins erstplatzierte China gingen mit EUR 10,2 Milliarden 12,2 Prozent mehr Ausfuhren als im Vorjahr. In den USA auf Rang 2 wurden EUR 8,5 Milliarden abgesetzt ‚Äď ein kleines Minus von 0,9 Prozent. Frankreich bleibt Dritter. Hierhin stiegen die Elektroexporte von Januar bis Juni um 2,0 Prozent auf EUR 6,2 Milliarden. Der h√∂chste Zuwachs unter den Top-Ten-Abnehmerl√§ndern wurde mit den Niederlanden erzielt (+ 14,3% auf EUR 5,4 Mrd.). Sie verdr√§ngten Gro√übritannien auf Platz 5. Die Lieferungen ins K√∂nigreich gingen im ersten Halbjahr leicht um 0,7 Prozent auf EUR 5,1 Milliarden zur√ľck.

Die aktuell mit einer W√§hrungskrise k√§mpfende T√ľrkei nahm im Exportabnehmer-Ranking der deutschen Elektroindustrie im vergangenen Jahr immerhin den 17. Rang ein. Zwischen 2000 und 2017 haben sich die Branchenausfuhren in das Land am Bosporus fast verdreifacht. Aktuell stagnieren die heimischen Elektroexporte in die T√ľrkei mehr oder weniger. So gab es im Juni einen leichten R√ľckgang um 0,2 Prozent auf EUR 257,0 Millionen und im gesamten ersten Halbjahr von 0,5 Prozent auf EUR 1,5 Milliarden.

Aktualisierte Welt-Elektromarkt-Prognose

Der globale Elektromarkt wuchs im vergangenen Jahr nach Berechnungen des ZVEI um sechs Prozent auf EUR 4.223 Milliarden. "F√ľr 2018 und 2019 erwarten wir Zuw√§chse von f√ľnf und vier Prozent", so Dr. Gontermann. Dabei sollte der asiatische Markt (+ 6% und + 5%) st√§rker wachsen als der amerikanische (+ 5% und + 4%) und der europ√§ische (+ 4% und + 3%).

Die gr√∂√üten Einzell√§nderm√§rkte lagen auch 2017 in China (EUR 1.692 Mrd.), den USA (EUR 598 Mrd.), Japan (EUR 297 Mrd.), S√ľdkorea (EUR 182 Mrd.) und Deutschland (EUR 122 Mrd.). China k√∂nnte dieses Jahr um sieben Prozent und n√§chstes Jahr um sechs Prozent wachsen, die USA immerhin um f√ľnf Prozent 2018 und vier Prozent 2019. Die Prognosen f√ľr Japan (+ 2% und + 1%) und S√ľdkorea (jeweils + 1%) fallen moderater aus. Der deutsche Markt d√ľrfte 2018 vier Prozent und 2019 drei Prozent zulegen.

Die weltweit gr√∂√üten Marktsegmente bilden elektronische Bauelemente (EUR 990 Mrd.), Informations- und Kommunikationstechnik (EUR 852 Mrd.) sowie Automation (EUR 522 Mrd.). F√ľr die elektronischen Bauelemente werden f√ľr 2018 und 2019 Wachstumsraten von sechs bzw. vier Prozent, f√ľr IKT von viereinhalb und dreieinhalb Prozent und f√ľr Automation von f√ľnf bzw. vier Prozent erwartet.
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2019.01.17 14:20 V11.11.0-2