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© mucella1 dreamstime.com Elektronikproduktion | 02 August 2018

Radikalumbau für Siemens

Siemens steht vor einem weiteren grundlegenden Umbau. Konzernchef Joe Kaeser will Sparten zusammenlegen und sich kĂŒnftig auf drei operative Bereiche konzentrieren.
Die einzelnen GeschÀfte sollen mehr Freiheit bekommen. Der Konzern wird damit zusehends zur Holding. Kaeser verordnet den neuen Bereichen zugleich höhere Profitziele. Auch das ist ganz im Sinne der KapitalmÀrkte.

Siemens-Vorstandschef Joe Kaeser bereitet den MĂŒnchner Technologiekonzern mit einem erneuten Umbau auf die Zeit nach seinem Abschied vor. Aus den bisherigen fĂŒnf Industriesparten sollen drei weitgehend eigenstĂ€ndige Unternehmen werden. "Kern der Unternehmensstrategie 'Vision 2020+' ist, den einzelnen GeschĂ€ften deutlich mehr unternehmerische Freiheit unter der starken Marke Siemens zu geben", teilte Siemens nach einer Aufsichtsratssitzung am Mittwochabend mit. Damit sollen sie auf mittlere Sicht auch stĂ€rker wachsen und mehr Rendite abwerfen.

Die aus Zehntausenden Mitarbeitern bestehende Zentrale soll abgespeckt und die BeschĂ€ftigten auf die drei neuen Sparten verteilt werden. Die Zentrale soll sich kĂŒnftig auf Kernaufgaben wie Finanzen, Recht, Personalwesen und Kommunikation beschrĂ€nken. "Weniger Steuerung durch die Zentrale und mehr Freiheit fĂŒr die GeschĂ€fte machen uns stĂ€rker und flexibler", sagte Kaeser. Zudem wird eine neue Service-Einheit geschaffen, der unter anderem der Bereich finanzielle Dienstleistungen zugeordnet wird.

FĂŒr den 61-JĂ€hrigen ist es eine Art VermĂ€chtnis: Sein Vertrag lĂ€uft bis Anfang 2021, die Umsetzung dieser Strategie dĂŒrfte weitgehend Sache seines Nachfolgers werden. Die Ziele der Vision 2020, mit der Kaeser vor vier Jahren angetreten war, seien weitgehend erreicht.
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2018.12.12 16:24 V11.10.10-2