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© vinnstock dreamstime.com Analysen | 03 Mai 2018

VDMA Photovoltaik Produktionsmittel: Asienaufträge werden abgearbeitet

Der Markt fĂŒr Solarequipment hat sich zum Jahresende 2017 weiter beruhigt, nachdem der Jahresstart von krĂ€ftigen Investitionen geprĂ€gt war.
Diese bewirkten, dass die UmsĂ€tze der Hersteller von Solarequipment im vierten Quartal nochmals krĂ€ftig zulegten: um 117 Prozent im Vergleich zum dritten Quartal 2017. Die AuftragsbĂŒcher der Unternehmen sind aber noch gefĂŒllt, im vierten Quartal wurde ein VerhĂ€ltnis von Bestellungen zu ausgelieferten Anlagen („Book-to-Bill“) von 0,4 erreicht.

„Die bisher hohe InvestitionstĂ€tigkeit der Solarzellenhersteller in den Ausbau bestehender und neuer ProduktionskapazitĂ€ten geht zurĂŒck, die Produktion ist aber noch ausgelastet. Ferner beobachten wir eine Reduktion der Equipment Preise. Neue AuftrĂ€ge kamen verstĂ€rkt fĂŒr PERC und Black Silicon Anlagen im kristallinen Silizium sowie aus dem DĂŒnnschichtbereich. Der Trend zur Implementierung neuer Produktionstechniken in Form von Upgrades bestehender Fertigungslinien ist nach wie vor ungebremst.“, erklĂ€rte Dr. Peter Fath, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der RCT Solutions GmbH und Vorsitzender des Vorstands von VDMA Photovoltaik Produktionsmittel.

Asien bringt grĂ¶ĂŸtes GeschĂ€ft

Die Exportquote deutscher Photovoltaik-Zulieferer erreichte zwischen Oktober und Dezember den Rekordwert von 93 Prozent. Das KerngeschĂ€ft wurde nach wie vor in Ostasien gemacht, der von dort stammende Anteil am Gesamtumsatz belief sich im vierten Quartal 2017 auf 72 Prozent. Der Asien-Umsatz teilte sich wie folgt auf: der grĂ¶ĂŸte Teil wurde mit China (62 Prozent) gemacht, gefolgt von Taiwan (1 Prozent) und Indien (1 Prozent). Der Rest der asiatischen LĂ€nder, zu denen auch Malaysia und Vietnam zĂ€hlen, konnte zusammen 8 Prozent verbuchen. Amerika blieb mit einem Umsatzanteil von 18 Prozent hinter Asien an zweiter Stelle, wĂ€hrend Deutschland 7 Prozent der UmsĂ€tze verbuchte. Europa kam nur auf 5 Prozent der UmsĂ€tze.

UmsatzstĂ€rkstes Segment im vierten Quartal 2017 war fĂŒr den deutschen Photovoltaik-Maschinenbau die DĂŒnnschicht-Photovoltaik (53 Prozent), gefolgt von dem Produktionsequipment fĂŒr die Zelle (44 Prozent). Obwohl auf dem Weltmarkt die Produktion von Modulen auf DĂŒnnschichttechnologie, zu denen die CIGS-Technologie (Copper-Indium-Gallium-Selenide) und CdTe-Technologie (Cadmiumtellurid) gehören, weniger als 10 Prozent betragen, zeigt der hohe Anteil, dass speziell in diesem Segment viele Produktionslösungen aus Deutschland bezogen werden. Anlagen zur Poly-Silizium-, Ingot- und Wafer Fertigung waren mit 3 Prozent am Umsatz beteiligt.

Auftragseingang zurĂŒckgegangen

Der Auftragseingang hat im vierten Quartal 2017 gegenĂŒber dem dritten Quartal stark nachgelassen (minus 41 Prozent), jedoch im Vergleich zum Vorjahr immer noch um 9 Prozent zugenommen. Die regionale Zuordnung hatte wieder einen Asienschwerpunkt mit 44 Prozent aller Bestellungen, gefolgt von Europa mit 22 Prozent und Deutschland mit 19 Prozent sowie Amerika mit 15 Prozent. „Die AuftragsbĂŒcher sind noch gefĂŒllt. Die zukĂŒnftigen AusbauplĂ€ne der PV-Industrie in China lassen auf kontinuierliche Auftragsvergaben in den kommenden Jahren hoffen. Speziell der hohe Anteil fĂŒr Equipment zur Herstellung von DĂŒnnschicht-Modulen zeigt, dass deutsches Produktionsequipment gefragt ist“, erlĂ€uterte Dr. Jutta Trube, Leiterin VDMA Photovoltaik Produktionsmittel.
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