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© Kawasaki Analysen | 19 April 2018

Roboter schaffen Jobs

Die Roboterdichte in der deutschen Fertigungsindustrie liegt mit 309 Einheiten pro 10.000 Arbeitnehmern weltweit auf Rang drei. Gleichzeitig erreichte die Zahl der BeschÀftigten 2017 mit rund 44 Millionen erwerbstÀtigen Personen in Deutschland den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung.
Die rasante AusrĂŒstung mit Industrierobotern fĂŒhrte in den Betrieben zu einer positiven Jobbilanz: Neben Aufgaben, die heute von Maschinen erledigt werden, sind neue TĂ€tigkeiten fĂŒr die Mitarbeiter entstanden. Das sind Ergebnisse der jĂŒngsten Studie des Zentrums fĂŒr EuropĂ€ische Wirtschaftsforschung (ZEW), die im Auftrag des Bundesforschungsministeriums (BMBF) durchgefĂŒhrt wurde. "Die Ergebnisse der ZEW-Studie fĂŒr den Arbeitsmarkt bestĂ€tigen, was wir in den fĂŒhrenden Industrienationen weltweit bei der Automation mit Industrie-Robotern beobachten", Ă€ußert sich Junji Tsuda, PrĂ€sident der International Federation of Robotics in einer Pressemitteilung zu dem Ergebnis. "Die Modernisierung der Produktion fĂŒhrt dazu, dass insbesondere gefĂ€hrliche, gesundheitsschĂ€dliche und monotone Arbeiten von Maschinen ĂŒbernommen werden. In der großen Mehrzahl der FĂ€lle sind von der neuen Arbeitsteilung zwischen Mensch und Maschine nur einzelne TĂ€tigkeiten eines Arbeitsplatzes betroffen und nicht das ganze Arbeitsspektrum eines Mitarbeiters." Kommt es aber zu Stellenstreichungen - laut ZEW wurden innerhalb von fĂŒnf Jahren fĂŒnf Prozent der BeschĂ€ftigten ersetzt - werden diese in der Gesamtbilanz durch neue BeschĂ€ftigung ausgeglichen. In Deutschland fĂŒhrte der verstĂ€rkte Maschineneinsatz dazu, dass die Zahl der ArbeitsplĂ€tze insgesamt um ein Prozent gewachsen ist. Diese Entwicklung dĂŒrfte sich in Zukunft fortsetzen: Auf Basis der Angaben der befragten Betriebe schĂ€tzt das ZEW, dass die weitere Automation und Digitalisierung in den Betrieben bis 2021 Prozesse auslösen wird, die zu einer Erhöhung der BeschĂ€ftigung um 1,8 Prozent fĂŒhren werden. Diese Entwicklung deckt sich mit den historischen Erfahrungen, die ab den 1990er Jahren mit dem Siegeszug des Computers gemacht wurden. Der massenhafte Einsatz von EDV in Betrieben hat zwar klassische Stellen in der Sachbearbeitung ĂŒberflĂŒssig gemacht, nach Berechnungen des ZEW stieg die BeschĂ€ftigung von 1995 bis 2011 aber um knapp 0,2 Prozent pro Jahr.
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2019.02.15 09:57 V12.1.1-2