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© pichetw dreamstime.com Analysen | 28 M√§rz 2018

Weltmaschinenmarkt: Europa im Aufwind

Der europäische Konjunkturaufschwung hat sich im vergangenen Jahr auf dem Maschinenmarkt erfreulich bemerkbar gemacht. Nach ersten Schätzungen der VDMA-Volkswirte stieg der Umsatz mit Maschinen und Anlagen (ohne Serviceleistungen) in Europa um 6 Prozent auf EUR 777 Milliarden.
Das war der h√∂chste Zuwachs seit dem Jahr 2011. Europa √ľbertraf damit auch die Entwicklung auf dem weltweiten Maschinenmarkt deutlich, dessen Gesamtumsatz - nach einem R√ľckgang um 1 Prozent im Jahr 2016 - nun leicht um 1 Prozent auf EUR 2,6 Billionen zulegte. "Im Jahr 2017 sind die Investitionen in der Industrie endlich angesprungen, insbesondere in den EU-L√§ndern. Die Konjunktur auf dem europ√§ischen Markt hat im Laufe des vergangenen Jahres erkennbar an Fahrt gewonnen, und 2018 d√ľrfte sich der Aufschwung im Maschinenbau fortsetzen", bewertet VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers die Entwicklung.

Deutschland hat auch im vergangenen Jahr seine seit 2013 eingenommene Position als drittgr√∂√üter Maschinenproduzent der Welt gehalten. F√ľr 2017 wird das Umsatzvolumen auf EUR 274 Milliarden (plus 5 Prozent zum Vorjahr) gesch√§tzt. Damit entfielen fast 11 Prozent des weltweiten Maschinenumsatzes auf die Bundesrepublik (Berechnungsbasis: alle Unternehmen, auch mit weniger als 50 Besch√§ftigten). China blieb 2017 mit deutlichem Abstand der weltgr√∂√üte Maschinenhersteller - eine Position, welche die Volksrepublik seit 2009 innehat. Ein Gesamtumsatz von EUR 910 Milliarden entsprach einem R√ľckgang um fast 6 Prozent zum Vorjahr. In nationaler W√§hrung (Renminbi) gemessen, fiel dieser R√ľckgang allerdings geringer aus (minus 2 Prozent).

Auf Platz 2 im globalen L√§nder-Ranking folgten, wie schon in den Vorjahren, die Vereinigten Staaten. Hier wurde der Umsatz um voraussichtlich 3 Prozent auf EUR 326 Milliarden gesteigert. Auch in Japan (Platz 4) konnten die Maschinenhersteller ihren Umsatz um 2 Prozent auf EUR 243 Milliarden steigern. Italien, die Nummer 5 im Welt-Maschinenbau, erh√∂hte den Umsatz um voraussichtlich 5 Prozent auf EUR 119 Milliarden. Die ersten f√ľnf L√§nder der Rangliste stehen f√ľr 73 Prozent des gesamten Weltmaschinenumsatzes.

Asien blieb 2017 mit deutlichem Vorsprung die größte Fertigungsregion im globalen Maschinenbau. Allerdings schrumpfte dieser Markt um knapp 3 Prozent auf EUR 1'355 Milliarden. Mehr als die Hälfte des gesamten Weltmaschinenumsatzes stammt weiterhin aus Asien. Der amerikanische Kontinent legte um 5 Prozent auf EUR 407 Milliarden zu und war damit nach Asien und Europa abermals drittgrößte Absatzregion.
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2019.01.17 14:20 V11.11.0-1