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© Essemtec Elektronikproduktion | 20 M√§rz 2018

Kernfusion führt zu Investition in SMD Fertigung

Die FuG Elektronik GmbH aus der N√§he von Rosenheim ist Spezialist f√ľr hochpr√§zisen Nieder- und Hochspannungsnetzger√§ten. Kunden, wie das Max-Planck-Institut f√ľr Plasmaphysik, verlangen sofortigen Ersatz von Baugruppen, die w√§hrend der Versuche ausfallen.
Denn jede Stunde, die die Versuche nicht fortgef√ľhrt werden k√∂nnen, kosten das Institut immense Geldsummen und werfen die Forschung zeitlich zur√ľck. FuG war es nicht m√∂glich mit EMS Dienstleister die erwartete Zeitschiene und Flexibilit√§t in der Lieferkette zu erreichen. Aus diesem Grund wurde in eine SMT Fertigung investiert, mit dem Herzst√ľck, dem Pick&Place und Dispenser Paraquda von Essemtec.

W√§hrend des Experimentierbetriebs arbeiten mehrere hundert Menschen an dem Projekt. Der technische und finanzielle Aufwand ist dabei sehr gross. Fehlfunktionen einzelner Komponenten m√ľssen daher soweit wie m√∂glich minimiert und wenn sie dennoch auftreten innerhalb von Stunden repariert werden.

FuG macht sich mit der eigenen SMD-Fertigung im Hause weitgehend unabh√§ngig von externen EMS-Dienstleistern die aufgrund vieler lukrativer, teils gr√∂sserer Auftr√§ge wenig Interesse an kleinen und schnell zu bearbeitenden Auftr√§gen f√ľr Prototypenfertigung und Kleinstserien haben.

Dadurch sind Lieferzeiten von vielen Wochen f√ľr kleine St√ľckzahlen (max. 100 Leiterplatte pro Auftrag) normal. Dies ist f√ľr Entwicklungsfirmen und hochspezialisierte Global Player wie FuG, von denen h√∂chste Qualit√§t und schnellste Reaktionszeiten erwartet wird, nicht akzeptabel. Die Kunden wollen heute nicht mehr warten und w√§hrend fr√ľher FuG die Baugruppen fr√ľhestens in sechs Wochen liefern konnte, ist dies nach der Investition in die SMD Linie nun in nur einer Woche m√∂glich. Das ist ein immenser Marktvorteil. Die Investition werde sich in k√ľrzester Zeit amortisieren, schreibt das Unternehme in einer Pressemitteilung.

Die Frage bei FuG nach dem ben√∂tigten Personal wurde durch eigene Leute aus dem Handbest√ľckungsbereich gel√∂st. Die Essemtec Software sei so bedienerfreundlich, dass es keine Probleme bei der Einf√ľhrung gab, meinte Herr Schoppel, Projektleiter bei FuG.

Was ist Kernfusion?

Die Sonne ist Grundlage allen irdischen Lebens: In dem Zentralgestirn stecken 99,8 Prozent der Masse des gesamten Planetensystems.Der riesige Plasmaball besteht √ľberwiegend aus Wasserstoff. In seinem hei√üen Inneren brennt ein best√§ndiges Fusionsfeuer. Hier verschmelzen die Wasserstoff-Atomkerne zu Helium. Die bei dieser Kernfusion erzeugten gewaltigen Energien erw√§rmen und beleuchten auch die Erde.

Ziel der Fusionsforschung ist es, aus der Verschmelzung von Atomkernen in einem Kraftwerk Energie zu gewinnen. Unter irdischen Bedingungen verschmelzen am leichtesten die beiden Wasserstoffsorten Deuterium und Tritium. Dabei entsteht ein Helium-Kern, au√üerdem wird ein Neutron frei sowie gro√üe Mengen nutzbarer Energie: Ein Gramm Brennstoff k√∂nnte in einem Kraftwerk 90 000 Kilowattstunden Energie erzeugen ‚Äď die Verbrennungsw√§rme von 11 Tonnen Kohle.

Die Fusionsbrennstoffe sind billig und auf der Erde gleichm√§√üig verteilt. Deuterium ist in nahezu unersch√∂pflichen Mengen im Meerwasser zu finden. Tritium ‚Äď ein radioaktives Gas mit kurzer Halbwertszeit von 12,3 Jahren ‚Äď kommt in der Natur kaum vor. Es kann aber innerhalb des Kraftwerks aus Lithium gebildet werden, das ebenfalls reichlich vorhanden ist. Da ein Fusionskraftwerk zudem g√ľnstige Umwelt- und Sicherheitseigenschaften aufweisen wird, k√∂nnte die Fusion nachhaltig zur k√ľnftigen Energieversorgung beitragen.

Bild 2: V.l.n.r. Herr Schoppel, Engineering und Produktion FuG Elektronik GmbH, Frau Paggen, Agent Essemtec Bayern, Herr Borck, ASM Essemtec Deutschland
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2019.01.17 14:20 V11.11.0-1