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© ra2studio dreamstime.com Analysen | 04 Januar 2018

Photovoltaik-Produktionsmittel: Asienaufträge werden abgearbeitet

Der Markt fĂŒr Solarequipment hat sich wieder beruhigt, nachdem der Jahresstart von krĂ€ftigen Investitionen geprĂ€gt war. Die UmsĂ€tze der Hersteller von Solarequipment im dritten Quartal sanken gegenĂŒber dem zweiten Quartal 2017 um 13 Prozent.
Die AuftragsbĂŒcher der Unternehmen sind aber noch gut gefĂŒllt, im dritten Quartal wurde ein VerhĂ€ltnis von Bestellungen zu ausgelieferten Anlagen („Book-to-Bill“) von 1,6 erreicht.

"Die bisher hohe InvestitionstĂ€tigkeit der Solarzellenhersteller in den Ausbau bestehender und neuer ProduktionskapazitĂ€ten geht zurĂŒck, die Produktion ist noch ausgelastet. Jedoch wirken sich die niedrigen Preise negativ auf die UmsĂ€tze aus. Neue AuftrĂ€ge kamen verstĂ€rkt fĂŒr PERC und Black Silicon Anlagen im kristallinen Silizium sowie aus dem DĂŒnnschichtbereich. Die vollen AuftragsbĂŒcher sind ein klares Zeichen, dass man global weiterhin und ungebremst auf Technologie und Maschinen Made in Germany setzt. Dies sichert ArbeitsplĂ€tze in der Solarindustrie in Deutschland", erklĂ€rte Dr. Peter Fath, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der RCT Solutions GmbH und Vorsitzender des Vorstands von VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel.

Asien bringt grĂ¶ĂŸtes GeschĂ€ft

Die Exportquote deutscher Photovoltaik-Zulieferer erreichte zwischen August und September den Rekordwert von 87 Prozent. Das KerngeschĂ€ft wurde nach wie vor in Ostasien gemacht, der von dort stammende Anteil am Gesamtumsatz belief sich im dritten Quartal 2017 auf 81 Prozent. Der Asien-Umsatz teilte sich wie folgt auf: der grĂ¶ĂŸte Teil wurde mit China (72 Prozent) gemacht, gefolgt von Taiwan (3 Prozent) sowie Indien (1 Prozent). Der Rest der asiatischen LĂ€nder, zu denen auch Malaysia und Vietnam zĂ€hlen, konnte 5 Prozent verbuchen. Deutschland blieb mit einem Umsatzanteil von 10 Prozent hinter Asien an zweiter Stelle, wĂ€hrend Amerika 5 Prozent der UmsĂ€tze verbuchte. Europa kam nur auf 4 Prozent der UmsĂ€tze. UmsatzstĂ€rkstes Segment im dritten Quartal 2017 war fĂŒr den deutschen Photovoltaik-Maschinenbau abermals das Produktionsequipment fĂŒr die Zelle (57 Prozent), gefolgt von Produktionslösungen fĂŒr die DĂŒnnschicht-Photovoltaik (35 Prozent).

Obwohl auf dem Weltmarkt die Produktion von Modulen auf DĂŒnnschichttechnologie, zu denen die CIGS-Technologie (Copper-Indium-Gallium-Selenide) und CdTe-Technologie (Cadmiumtellurid) gehören, weniger als 10 Prozent betragen, zeigt der hohe Anteil, dass speziell in diesem Segment viele Produktionslösungen aus Deutschland bezogen werden. Anlagen zur Poly-Silizium-, Ingot- und Wafer Fertigung sowie Equipment fĂŒr das kristalline Backend – die Modulproduktion - waren mit 4 Prozent am Umsatz beteiligt.

Auftragseingang leicht zurĂŒckgegangen

Der Auftragseingang hat im dritten Quartal 2017 gegenĂŒber dem zweiten Quartal etwas nachgelassen (minus 2 Prozent). Die regionale Zuordnung hatte wieder einen Asienschwerpunkt mit 80 Prozent aller Bestellungen, gefolgt von Deutschland mit 12 Prozent und Europa mit 8 Prozent. "Der extrem hohe Auftragseingang am Jahresanfang hinterlĂ€sst noch dicke AuftragsbĂŒcher, die abgearbeitet werden. Der hohe Anteil gerade auch fĂŒr Equipment zur Herstellung von DĂŒnnschicht-Modulen zeigt, dass deutsches Produktionsequipment gefragt ist“, erlĂ€uterte Dr. Jutta Trube, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel.
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2018.12.12 02:03 V11.10.8-1