Anzeige
Anzeige
Anzeige
© OHB System AG Elektronikproduktion | 15 Dezember 2017

Heinrich Hertz startet mit Ariane 5

Die OHB System AG hat mit dem europĂ€ischen Startdienstleister Arianespace einen Vertrag ĂŒber den Start des zivil-militĂ€rischen Telekommunikationssatelliten Heinrich Hertz geschlossen. Damit sichert sich OHB eine Fluggelegenheit auf einer Ariane-5-TrĂ€gerrakete.
Heinrich Hertz wird im 4.Quartal 2021 auf einer Ariane 5 in seinen geostationĂ€ren Zielorbit in rund 36'000 km Höhe gebracht. Gestartet wird der 3,5-Tonnen-Satellit vom europĂ€ischen Startplatz Kourou in Französisch-Guyana. Der Startvertrag wurde beim Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums fĂŒr Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bonn unterzeichnet. "Wir haben mit Arianespace einen starken und verlĂ€sslichen Partner an unserer Seite“, sagt Dr. Dieter Birreck, der bei OHB das Projekt Heinrich Hertz leitet.

Die OHB System AG war im Sommer 2017 vom Raumfahrtmanagement im DLR mit der DurchfĂŒhrung dieser nationalen Satellitenmission beauftragt worden. "Wir sind als industrieller Hauptauftragnehmer fĂŒr die Realisierung der gesamten Mission inklusive des Satelliten, des StarttrĂ€gers und der dazugehörigen Bodeninfrastruktur verantwortlich. Unsere Aufgaben reichen von Entwicklung, Fertigung und Verifikation des Telekommunikationssatelliten bis hin zum Start des Satelliten und Vorbereitung seiner Inbetriebnahme im Orbi“, erlĂ€utert Dr. Birreck.

Die nach dem deutschen Physiker Heinrich Hertz benannte Mission stellt Deutschlands erste nationale Telekommunikationsmission mit einem in Deutschland entwickelten und gebauten Satelliten nach dem DFS Kopernikus Programm dar. Mit Heinrich Hertz wird somit die RĂŒckkehr Deutschlands zur SystemfĂ€higkeit im Bereich der Telekommunikationssatelliten weiter fortgefĂŒhrt, die in der deutschen Raumfahrtstrategie aus dem Jahr 2010 angestrebt wird. Die Heinrich Hertz Mission vereint zwei Missionsziele:
  • Zivil: Technologieerprobung im Weltraum (In-Orbit-Verifikation). HierfĂŒr werden rund ein Dutzend neuartiger Technologien fĂŒr die Satellitenkommunikation an Bord des Satelliten getestet sowie eine Reihe wissenschaftlich-technischer Experimente durchgefĂŒhrt.
  • MilitĂ€risch: Kommunikation fĂŒr die Bundeswehr. Eine dezidierte Nutzlast wird die EinsatzfĂ€higkeit der Bundeswehr weiter sichern.

"Mit Heinrich Hertz werden gleich mehrere Missionen erfĂŒllt: Das DLR erhĂ€lt eine leistungsfĂ€hige Plattform fĂŒr wichtige Experimente rund um die Satellitenkommunikation und das Bundesministerium fĂŒr Verteidigung (BMVg) kann mit dem eigenen militĂ€rischen Nutzlastanteil SatellitenĂŒbertragungskapazitĂ€ten fĂŒr die Bundeswehr langfristig und zukunftsfĂ€hig sicher stellen“, sagte Marco Fuchs, Vorstandsvorsitzender der OHB System AG, anlĂ€sslich der Vertragsunterschrift.

Die Mission ist auf 15 Jahre ausgelegt und wurde vom DLR im Auftrag des Bundesministeriums fĂŒr Wirtschaft und Energie (BMWi) in Kooperation mit dem Bundesministerium fĂŒr Verteidigung (BMVg) initiiert. Dr. Gerd Gruppe ist Vorstand fĂŒr das Raumfahrtmanagement des DLR und hat das Projekt von Anfang an begleitet: "Wenn die Mission Heinrich Hertz im Jahr 2021 auf einer europĂ€ischen Ariane 5-TrĂ€gerrakete startet, wird sie den Grundstein fĂŒr die Sicherung der Zukunft der Satellitenkommunikation legen. Mit der Mission stellt Deutschland international seine SchlĂŒsselkompetenzen in den Nutzlast- und Plattform-Technologien geostationĂ€rer Satelliten unter Beweis und sichert seine SystemfĂ€higkeit in diesen Bereichen.“
Weitere Nachrichten
2019.01.17 14:20 V11.11.0-1