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© Minel AG Elektronikproduktion | 28 November 2017

Minel ist und bleibt ein Familienunternehmen

Mit Florian Bischof ist seit kurzem ein neuer Chef für die Geschicke der Minel AG verantwortlich. Schlagwörter für ihn sind Investitionen und eine fortschreitende Digitalisierung der Produktion: Grund genug einmal für ein kurzes Gespräch zusammenzukommen.

Florian Bischof
© Minel AG
Sieht ein neuer Geschäftsführer sofort Veränderungspotential für das Unternehmen?

“Meiner Meinung nach braucht jedes Unternehmen Veränderungen um auf Situationen fachgerecht reagieren zu können. Die sogenannte ‘Betriebsblindheit’ darf nicht entstehen”, meint der Geschäftsführer. Nur weil etwas seit Jahren gut funktioniert hat, muss man Produktionsabläufe nicht einfach laufen lassen. “Dazu passt ein Zitat von Georg Christoph Lichtenberg, welches ich auch für mich persönlich gern verwende: ‘Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser wird wenn es anders wird; aber so viel kann ich sagen, es muss anders werden, wenn es gut werden soll’”.

Eine Veränderung werde man jedoch mit Sicherheit in naher Zukunft anpacken; und zwar die Digiatlisierung der Produktion sowie der gesamten Abläufe. “Wir sind hier schon auf einem guten Weg, aber es gibt noch einiges zu verbessern. Nur so können wir unseren Kunden und Geschäftspartnern einen noch besseren Service bieten”, meint Florian Bischof.

Zudem sollte ein Unternehmen, welches in der Elektronikindustrie tätig ist, regelmässig Investitionen/Erweiterungen in den Produktionsanlagen vornehmen. “Ein veralteter Maschinenpark hilft dem Unternehmen wenig. Regelmässige Überprüfung der aktuellen technischen Änderungen und der Anforderungen welche der Markt an uns stellt, ist für uns unabdingbar.” Daher wird der Maschinenpark in Buttikon im nächsten Jahr erneut modernisiert. Es gibt aktuell auch Projekte die auf eine Erweiterung der Produktionskapazität abzielen. Da sich diese jedoch noch in der Anfangsphase befinden, gäbe man aktuell noch keine Details heraus.

Ist ein Standort in Osteuropa oder Asien geplant?

“Nein, die Minel AG als Schweizer Familienunternehmen sieht ihre Wurzeln in der Schweiz und wird versuchen diese weiterhin zu stärken”, erklärt Florian Bischof. Dabei sei ein hoher Automatisierungsgrad natürlich ein wichtiger Punkt. Als Schweizer KMU (“Wobei das K für klein durchaus recht groß geschrieben werden kann”, meint der Geschäftsführer.) fertigt mit inzwischen knapp 15 Mitarbeitern im Bereich Industrieelektronik; aber auch in der Forschung, Hausautomation und Messtechnik sei man aktiv.

“Die Minel AG kann sich glücklich schätzen nicht branchenabhängig zu sein. Durch die breite Marktfächerung können wir auf ‘Krisen’ gut reagieren und müssen nicht sofort Stellen abbauen.” Als KMU stehe man in der Pflicht Arbeitsplätze zu schaffen und diese auch langfristig zu erhalten. “Wir haben auch eine soziale Verantwortung für die Region”, meint der Geschäftsführer.

Eine Stärke einer Produktion in der Schweiz sieht man im Ansehen. Die Schweiz stehe für Qualität. “Durch diverse Faktoren wie Kundennähe, Zuverlässigkeit und auch eine starke Flexibilität hebt man sich ab und kann somit auf dem Markt bestehen. Wir versuchen hier auch auf die Notwendigkeiten zu reagieren und ggf. zu investieren.” Man lege Wert auf eine offene und ehrliche Partnerschaft mit den Kunden, den Mitarbeitern, aber auch mit den Lieferanten. Durch das bald 50-jährige Bestehen (2021) habe man ein gut funktionierendes Netzwerk aufgebaut. “Einige unserer Kunden sind uns schon mehr als 10 Jahren treu. Wir können zusammen wachsen und uns in einigen Punkten gegenseitig helfen.”

Was das Geschäftsjahr 2017 betrifft, so ist man im Unternehmen zufrieden. Und dem Geschäftsjahr 2018 wird positiv entgegen geschaut.

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2018.07.18 17:55 V10.0.0-2