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Elektronikproduktion | 19 Juni 2007

Osteuropa - ein aufstrebender Fertigungsstandort

Der Marktforscher Frost & Sullivan hat eine neue Studie ĂŒber das Wachstum von Elektronikdienstleistern (EMS) in Osteuropa vorgestellt: „Growth of Eastern Europe as a Electronics Manufacturing Services (EMS) Hub“
Osteuropa gehört zu den weltweit aufstrebenden Standorten fĂŒr Elektronikindustrie und ist durch niedrige Lohnkosten, zunehmende Direktinvestitionen durch auslĂ€ndische Unternehmen und wachsende Produktionsnetzwerken in der Region gekennzeichnet. "Die Lohnkosten in Osteuropa sind zwar nicht so niedrig wie in China, allerdings ergeben sich hier neben den relativ niedrigen Lohnkosten gegenĂŒber Westeuropa weitere Vorteile, wie mögliche Einsparungen bei den Fracht- und Lagerkosten sowie eine kĂŒrzere Time-to-Market", meint der Analyst. "Mittlerweile dĂŒrfte in etwa 50 Prozent der Elektronikfertigung des gesamten europĂ€ischen Marktes auf Osteuropa entfallen." Osteuropa ist seit etwa Mitte der 1990er Jahre als Fertigungsstandort interessant, als einige Unternehmen die Produktion elektronischer Produkte in großen StĂŒckzahlen in diese Region verlagert haben. Zudem fĂŒhrte die Rezession von 2001 zur Errichtung vieler Fertigungsstandorte in dieser Region und LĂ€nder wie Ungarn und die Tschechische Republik haben diese Gelegenheit genutzt, um ihre Wirtschaft zu stĂ€rken. Es wird mit einer weiteren Zunahme hinsichtlich der Zahl der Hersteller in dieser Region gerechnet. Und auch die östliche Erweiterung der EU in LĂ€nder wie Bulgarien und die TĂŒrkei bietet ein großes Potential fĂŒr kĂŒnftiges Wachstum und Investitionen, speziell im Hinblick auf die NĂ€he dieser Fertigungsstandorte zu den verschiedenen EndmĂ€rkten. Osteuropa verfĂŒgt zudem ĂŒber ein großes Potential von FachkrĂ€ften mit guter Ausbildung. Diese Entwicklung ermutigt viele Unternehmen zu einer Expansion nach Osteuropa, allerdings werden in den etablierten MĂ€rkten von Ungarn, Polen und der Tschechischen Republik die kostengĂŒnstigen gut ausgebildeten FachkrĂ€fte langsam knapp. Die zunehmende Nachfrage nach qualifizierten technischen ArbeitskrĂ€ften aus Russland verdeutlicht dieses PhĂ€nomen. Durch die VerfĂŒgbarkeit qualifizierter ArbeitskrĂ€fte besonders fĂŒr schnell wachsende MĂ€rkte, wie die Telekommunikation, sind diese LĂ€nder ideal fĂŒr eine Elektronikfertigung geeignet.
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