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Elektronikproduktion | 12 Mai 2017

Nun sagt, wie habt ihr's mit der Sicherheit?

Dass industrielle Roboter bald nicht mehr aus Produktionsabl√§ufen wegzudenken sind, ist unmissverst√§ndlich, zumal sie jetzt schon einige der urspr√ľnglich manuell verrichteten Arbeitsabl√§ufe √ľbernehmen. Trotzdem scheint es bei der Sicherheitsfrage noch viel Aufholbedarf zu geben.
Dies hat zumindest ein von Forward-looking Threat Research (FTR) und Politecnico di Milano (POLIMI) durchgef√ľhrtes Experiment bewiesen. Bei dem Experiment sind die beiden Teams der Frage nachgegangen, inwiefern industrielle Roboter vor Cyber Attacken gesch√ľtzt sind und ob bzw. wie es m√∂glich ist, diese zu manipulieren. Als Zielobjekt wurden ein Roboter von ABB ausgew√§hlt, der repr√§sentativ f√ľr eine gro√üe Anzahl industrieller Roboter steht.

FTR und POLIMI ist es gelungen, den Roboter zu hacken und diesen so zu manipulieren, dass die √Ąnderungen nur bei einem sehr genauen Sicherheitscheck erkannt werden k√∂nnen. So konnte der Roboter, der lediglich darauf eingestellt war, eine gerade Linie zu zeichnen, schlussendlich seine urspr√ľngliche Aufgabe nicht mehr korrekt ausf√ľhren.

Die Ausma√üe der Manipulation scheinen zun√§chst minimal, jedoch sieht TrendMicro gr√∂√üere Probleme: Zum einen k√∂nnte es bei solchen Angriffen um Ver√§nderungen respektive Sabotage beim Produktionsergebnis kommen, was bei der Produktion von beispielsweise Flugzeugteilen fatale Folgen haben k√∂nnte. Zum anderen k√∂nnten dies eine Gefahr f√ľr Mitarbeiter darstellen, die eng mit den Robotern zusammenarbeiten. Dar√ľber hinaus sieht TrendMicro auch das Problem, dass einige Roboter sensible Daten speichern.

Laut Angaben von TrendMicro und RobSec h√§tte ABB die Information √ľber die Sicherheitsl√ľcken dankend angenommen und diese 'unmittelbar nachdem der Bericht √ľbermittelt wurde ‚Äď ohne Zeitverluste ‚Äď beseitigten k√∂nnen'.
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