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© ra2studio dreamstime.com Analysen | 31 M├Ąrz 2017

Metall- und Elektroindustrie: Aus- und Fortbildung für Industrie 4.0

Ausbildung und Fortbildung in der Metall- und Elektro-Industrie m├╝ssen aktualisiert werden, damit sie auch f├╝r die Welt von Industrie 4.0 passen - aber es braucht daf├╝r keine neuen Berufsbilder.
Vielmehr m├╝ssen die Curricula um neue Inhalte erweitert werden, zum Beispiel um das Thema Datensicherheit. Dazu sollen die Ausbildungsordnungen der industriellen Metall- und Elektroberufe im Rahmen einer Teilnovellierung ├╝berarbeitet werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass k├╝nftig der Umgang mit digitaler Arbeit gelingt. F├╝r weitergehende Anforderungen in einzelnen Berufen sollen Zusatzqualifikationen vorgesehen werden. Das haben Gesamtmetall, VDMA, ZVEI und IG Metall als Sozialpartner f├╝r Ausbildung und Qualifizierung in der M+E-Industrie in gemeinsam erarbeiteten Handlungsempfehlungen vorgeschlagen. Zus├Ątzlich halten es die verantwortlichen Sozialpartner f├╝r wichtig, Umsetzungshilfen f├╝r die Ausbildung im Kontext von Digitalisierung und Industrie 4.0 bereitzustellen und fachdidaktische und medientechnische Konzepte f├╝r Schule und Betrieb zu erstellen. Die Vorschl├Ąge sollen nun mit den zust├Ąndigen Bundesministerien und Entscheidungstr├Ągern abgestimmt und in einem ÔÇ×agilen" Verfahren z├╝gig umgesetzt werden. Ziel sollte es sein, so die vier beteiligten Partner, dass die Unternehmen vom August 2018 an in den aktualisierten Berufen ausbilden k├Ânnen. Gesamtmetall, VDMA, ZVEI und IG Metall hatten sich im Fr├╝hjahr 2016 in einer Sozialpartnervereinbarung darauf verst├Ąndigt, die Industrie-4.0-relevanten Ausbildungsberufe und die Fortbildungen im M+E-Bereich auf die Anforderungen der Digitalisierung hin zu untersuchen. Nach einem knappen Jahr liegt das Ergebnis in Form der gemeinsamen Handlungsempfehlungen vor. Diese wurden mit Vertretern aus Unternehmen, Berufsschulen und der Wissenschaft diskutiert und nach Auswertung bereits vorliegender Studien entwickelt. Die Sozialpartner stellen sich damit ihrer Aufgabe, die Berufsbilder in der M+E-Industrie kontinuierlich zu ├╝berpr├╝fen und bedarfsgerecht anzupassen. Gleichzeitig verweisen sie aber auch auf die innovative Struktur der aktuellen Berufe, die den Betrieben eine hohe Flexibilit├Ąt bei der Ausbildung sichert und die heutigen Anforderungen von Industrie 4.0 weitgehend einschlie├čt. Die Metall- und Elektro-Industrie besch├Ąftigte Ende 2016 etwa 3,85 Millionen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Deutschland. Ihre Erfahrung und Kompetenz sind wesentliche Erfolgsfaktoren f├╝r die Unternehmen, die durch eine moderne Berufsausbildung und durch praxisnahe Fortbildung st├Ąndig gesichert werden m├╝ssen.
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2019.02.22 14:26 V12.2.6-2