Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
© robyn mackenzie dreamstime.com Analysen | 16 MĂ€rz 2017

Trumps Vorwürfe greifen ins Leere

Zum Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Washington erklÀrt VDMA-PrÀsident Carl Martin Welcker:
„Die VorwĂŒrfe des amerikanischen PrĂ€sidenten Donald Trump und seiner Berater gegen die deutsche Industrie greifen ins Leere. Denn zum einen sind gerade die deutschen Maschinenbauer in den USA sehr prĂ€sent mit einer lokalen Wertschöpfung. Laut der verfĂŒgbaren US-Daten arbeiten insgesamt 81.000 BeschĂ€ftigte in amerikanischen Maschinenbaufirmen, die sich in mehrheitlich deutschem Besitz befinden. Der von ihnen erzielte Umsatz von umgerechnet knapp 30 Milliarden Euro war doppelt so hoch, wie der zeitgleiche deutsche Maschinenexport in die USA. Zum anderen haben die Exporterfolge unserer Unternehmen nichts mit Lohndumping oder WĂ€hrungsmanipulationen zu tun, tatsĂ€chlich sind die Löhne im deutschen Maschinenbau weltweit mit die höchsten. Vielmehr ist diese ExportstĂ€rke unserer Industrie ein Beleg fĂŒr die hohe QualitĂ€t und Innovationskraft der Maschinenbauer in Deutschland. Und diese QualitĂ€t sichert auch die WettbewerbsfĂ€higkeit der amerikanischen Industrie. Viele Branchen wie die Luft- und Raumfahrt oder die Autoindustrie in den USA benötigen Maschinen und Komponenten aus Deutschland und Europa, um auf modernstem Stand produzieren zu können. Eine BeeintrĂ€chtigung dieses freien Handels - sei es durch Straf- oder Schutzzölle, sei es durch SteuerĂ€nderungen, sei es durch eine kĂŒnstliche Reduktion der Exporte aus Deutschland -, wĂŒrde also den Amerikanern erheblich schaden. Etwa ein gutes Drittel des amerikanischen Marktvolumens fĂŒr Maschinen wird durch ImportgĂŒter gedeckt. Maschinenlieferungen aus Deutschland lagen 2016 - zusammen mit Mexiko - an dritter Stelle im Import-Ranking. Mauern, Strafzölle oder Importabgaben fĂŒhren zwangslĂ€ufig dazu, dass Investoren sich abwenden. Dass gerade die brachliegenden amerikanischen Industrieregionen, denen Trump Versprechungen gemacht hat, durch Protektionismus wiederbelebt werden, ist höchst zweifelhaft.“
Anzeige
Anzeige
Weitere Nachrichten
2019.02.19 15:52 V12.2.2-2