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© deloitte Analysen | 09 M├Ąrz 2017

Knackpunkt Sicherheit: Interesse für selbstfahrende Autos sinkt

Autonomes Fahren, alternative Antriebe und voll vernetzte Fahrzeuge gelten als Schl├╝sselelemente des k├╝nftigen Individualverkehrs. Jedoch scheint die Stra├če zur sch├Ânen neuen mobilen Welt nicht ganz geradlinig zu verlaufen.
Wie die Global-Automotive-Consumer-Studie von Deloitte zeigt, st├Â├čt vor allem das Prinzip des autonom fahrenden Autos bei den Deutschen auf wachsende Skepsis und die Nachfrage ist im Vergleich zu 2014 sogar leicht gesunken. Die Mehrheit (72%) hat noch Sicherheitsbedenken, 47 Prozent lie├čen sich aber durch positive Erfahrungswerte und Nachweise ├╝berzeugen. H├Âhere Kosten f├╝r sicherheitsrelevante neue Technologien w├╝rden in Deutschland aber nur knapp ├╝ber ein Viertel tragen. In allen L├Ąndern zeigt sich ein "Generation Gap": Je j├╝nger die Befragten, desto gr├Â├čer ist die Erfolgschance neuer Mobilit├Ątskonzepte. Von deutschen Millennials haben 32 Prozent Interesse an selbstfahrenden Autos, in China sind es sogar 64 Prozent. "Die Deutschen gelten einerseits als technikgl├Ąubig, andererseits aber auch als eher distanziert, wenn es um Zukunftsvisionen geht. Das selbstfahrende Auto scheitert bei deutschen Verbrauchern vor allem an Sicherheitsbedenken. Hier sollten Hersteller Tests und Nachweise erbringen, die auch hierzulande ein breiteres Vertrauen in die Technologie und die traditionellen Marken st├Ąrken", erkl├Ąrt Dr. Thomas Schiller, Leiter/Partner Automotive bei Deloitte. Sicherheitsbedenken ├╝berwiegen 72 Prozent der Deutschen haben das Gef├╝hl, dass die Sicherheit im autonomen Modus noch nicht ausreichend gegeben ist (S├╝dkorea: 81%, China: 62%). Hierzulande r├Ąumt die Mehrheit der Verbraucher (51%) den etablierten Fahrzeugherstellern aber einen generellen Vertrauenszuschuss bei den neuen Technologien ein - anders als Chinesen und Inder, die auf neue Anbieter setzen. Im Gegensatz zu den US-Amerikanern (+3%) und Chinesen (+4,2%) zeigen die deutschen Verbraucher heute ein geringeres Interesse an selbstfahrenden Autos als noch vor drei Jahren (-2,8%). Pr├╝fsiegel ├╝berzeugen die H├Ąlfte der Verbraucher Sicherheitsrelevante Features stehen ganz oben auf der Pr├Ąferenzliste, w├Ąhrend Entertainment- und Convenience-Technologien auf deutlich geringere Begeisterung sto├čen. Wenn sie einen Sicherheitsnachweis schriftlich bek├Ąmen, etwa in Gestalt pr├Ąziser Dokumentationen und Belege, w├╝rde knapp die H├Ąlfte der Deutschen (47%) die autonome Option w├Ąhlen. Im internationalen Vergleich w├Ąren die Vertrauenswerte dann deutlich h├Âher, allen voran in China mit 81 Prozent. Je j├╝nger, desto aufgeschlossener Insgesamt 1.750 Verbraucher aus Deutschland, darunter Vertreter der Generationen X und Y sowie auch ├Ąltere Semester, nahmen an der Studie teil. Dabei zeigte sich vor allem die etwas reifere Gruppe zur├╝ckhaltend: Nur 20 Prozent k├Ânnen sich mit einem autonomen Fahrzeug anfreunden - bei der Generation X sind es schon 28, bei der Generation Y sogar 32 Prozent. Zahlungsbereitschaft f├╝r neue Technologien gering Die sch├Âne neue Welt hat ihren Preis. F├╝r innovative Technologien w├╝rde jedoch nur eine Minderheit tiefer in die Tasche greifen. Obwohl die Sicherheit deutschen Konsumenten beim autonomen Fahren wichtig w├Ąre, sind nur 28 Prozent bereit, f├╝r entsprechende Technologien einen h├Âheren Preis zu zahlen. Ganz am Ende steht die Convenience - anders als etwa bei US-Amerikanern, Indern und Chinesen. F├╝r selbstfahrende Autos w├╝rde nur ein Viertel der Deutschen einen Mehrpreis in Betracht ziehen. "Was Mobilit├Ąt betrifft, sind die Deutschen konservativ. Wie der internationale Vergleich zeigt, m├╝ssen Anbieter innovativer Technologien, L├Âsungen und Services einige ├ťberzeugungsarbeit leisten, wenn sie erfolgreich sein wollen. Das k├Ânnte vor allem mit der Weiterentwicklung sicherheitsrelevanter Sensoren gelingen, die Objekte automatisch erkennen und so eine Kollision verhindern", res├╝miert Schiller.
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