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© Eulitha
Elektronikproduktion |

Eulitha verdoppelt Fertigungskapazität für Lithografieanlagen in der Schweiz

Der Schweizer Halbleiterausrüster Eulitha will seine Fertigungskapazität für Lithografieanlagen am Standort Würenlos bei Zürich verdoppeln. Das geht aus einer Pressemitteilung des Unternehmens vom 4. November hervor. Mit dem Ausbau will Eulitha größere Bestellmengen aus dem wachsenden Markt für KI-Rechenzentren bewältigen.

Lithografietechnik für InP-Laser

Mit der Kapazitätserweiterung baut Eulitha seine Fertigung von Lithografieanlagen am Schweizer Standort aus. Zu den Systemen des Unternehmens gehören DUV-Lithografieanlagen, die Halbleiterhersteller zur Produktion von DFB-Lasern aus Indiumphosphid (InP) einsetzen. Die Anlagen nutzen Eulithas DTL-Technologie, um feine Gitterstrukturen zu erzeugen, die eine präzise Auswahl der Wellenlänge des Laserlichts ermöglichen.

Mehrere Hersteller nutzen die Anlagen nach Unternehmensangaben bereits seit einigen Jahren in ihrer Produktion. Zuletzt lieferte Eulitha weitere automatisierte Systeme an Foundries, die DFB-Laser für KI-Rechenzentren fertigen. 

Steigende Nachfrage aus KI-Rechenzentren

Durch die Kapazitätserweiterung will Eulitha die wachsende Nachfrage nach kostengünstigen, hochauflösenden Lithografieanlagen bedienen. Angetrieben wird das Geschäft nach Unternehmensangaben insbesondere durch den Ausbau der KI-Rechenzentren. Dort liefern DFB-Laser das Licht für optische Datenverbindungen zwischen KI-Prozessoren und Speichern sowie zwischen Serverracks und Rechenzentren.

Solche Verbindungen und Co-Packaged Optics können nach Einschätzung von Eulitha den Energiebedarf senken und höhere Übertragungsgeschwindigkeiten erreichen. Kunden nutzen die Fotolithografietechnik des Unternehmens nach eigenen Angaben als Alternative zur Elektronenstrahllithografie und sparen dadurch erhebliche Kosten. Eine wachsende Nachfrage nach präziser Strukturierungstechnik erwartet Eulitha zudem bei der Fertigung optischer Wellenleiter für AR-, VR- und XR-Geräte.

Harun Solak, CEO von Eulitha, erklärte: „Mehrere DFB-Hersteller setzen unsere Anlagen seit einigen Jahren in der Produktion ein. Seit 2025 erleben wir jedoch einen sprunghaften Anstieg der Stückzahlen durch den Ausbau der Rechenzentren. Unsere Technologie eignet sich aufgrund ihrer hohen Präzision, Auflösung und ihres Durchsatzes besonders gut für diese Strukturierungsaufgabe. Unsere Kunden, die alternativ Dutzende Elektronenstrahlanlagen hätten kaufen müssen, konnten durch die Wahl unserer Fotolithografietechnologie erhebliche Kosten sparen.“

Die zusätzlichen Fertigungskapazitäten sollen Eulitha im ersten Quartal 2027 zur Verfügung stehen. Bereits jetzt liegen laut Eulitha genügend Aufträge vor, um die Fertigung bis Mitte 2028 auszulasten.


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