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Unsplah-ChatGPT
© Unsplash
Leiterplatten |

Leiton ermöglicht PCB-Preiskalkulation über ChatGPT und Claude

Der Berliner Leiterplattenanbieter Leiton hat seine Online-Preiskalkulation für Prototypen-Leiterplatten über eine neue Schnittstelle an KI-Assistenten angebunden. Das geht aus einer Pressemitteilung des Unternehmens vom 29. Oktober hervor. Über ChatGPT oder Claude können Entwickler und Einkäufer Leiterplattenpreise und Lieferzeiten abfragen. Die Anbindung basiert auf dem Model Context Protocol (MCP), über das die KI-Assistenten auf den Online-Kalkulator zugreifen können.

Direkter Zugriff auf die PCB-Kalkulation

Für die Anbindung betreibt Leiton einen eigenen MCP-Server, den Nutzer mit ChatGPT, Claude oder Visual Studio Code verknüpfen können. Nutzer hinterlegen dazu einmalig die Serveradresse. Die Einrichtung erfordert laut Unternehmen keine Programmierung und die Nutzung weder Gebühren noch eine Registrierung. Der Zugang umfasst zunächst starre Leiterplatten aus dem Prototypen-Kalkulator. Später sollen auch Mittelserien sowie Flex-, Starrflex- und IMS-Leiterplatten folgen.

Der KI-Assistent verarbeitet der Mitteilung zufolge Beschreibungen in natürlicher Sprache, prüft Abmessungen, Stückzahlen und Fertigungsparameter und fragt fehlende Angaben nach. Je nach Modell kann er auch Daten aus Leiterplattenlayouts oder Fertigungszeichnungen übernehmen. Anschließend ruft er die aktuellen Preise und Lieferzeiten aus dem Leiton-System ab. Über einen Link zum vorausgefüllten Online-Kalkulator können Nutzer anschließend bestellen. Bei Sonderanforderungen erhalten sie stattdessen einen Link zu einem Anfrageformular.

Christoph Kendler, Geschäftsführer und IT-Verantwortlicher von Leiton, erklärte: „Es gibt keine zweite Preisliste und keine vereinfachte Schätzung. Was der Assistent ausgibt, ist der Preis, zu dem der Kunde über den Link auch bestellen kann. Verfügbare Optionen und Lieferzeiten werden bei jeder Abfrage live aus unserem System gelesen.“

Preiskalkulation im Entwicklungsprozess

Mit der neuen Schnittstelle will Leiton seine Preiskalkulation in die KI-gestützten Entwicklungsprozesse seiner Kunden integrieren. Entwickler sollen bereits vorhandene Projektdaten für die Angebotsabfrage nutzen können, ohne technische Angaben erneut in ein Webformular übertragen zu müssen. Damit will das Unternehmen die Preisabfrage vereinfachen und den manuellen Eingabeaufwand reduzieren.

Marcus Knopp, Geschäftsführer von Leiton, erklärte: „Das Webformular war über zwei Jahrzehnte die Schnittstelle zwischen Entwickler und Leiterplattenlieferant. Heute sitzt bei vielen unserer Kunden ein KI-Assistent im Entwicklungsprozess, der die Projektdaten ohnehin kennt. Wir wollen dort erreichbar sein, wo gearbeitet wird, statt zu verlangen, dass jemand seine Werte in unsere Maske überträgt. Der Preis für eine Leiterplatte sollte so leicht abrufbar sein wie eine Zugverbindung.“


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