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© Vishay
Elektronikproduktion |

Vishay Siliconix erhält 215 Millionen Euro für Halbleiterausbau in Itzehoe

Der US-amerikanische Halbleiterhersteller Vishay Siliconix hat sich rund 215 Millionen Euro für den Ausbau seiner Chipfertigung in Itzehoe gesichert. Das geht aus einer gemeinsamen Pressemitteilung des Bundeswirtschaftsministeriums und des Landes Schleswig-Holstein vom 30. Oktober hervor. Mit den Mitteln von Bund und Land will das Unternehmen die Produktion auf 300-Millimeter-Silizium-Wafer umstellen und die Fertigung von Leistungshalbleitern deutlich ausweiten.

Neue Leistungshalbleiter auf 300-Millimeter-Wafern

In Itzehoe will Vishay Siliconix künftig eine neue Generation von Silizium-MOSFETs auf 300-Millimeter-Wafern fertigen. Der Umstieg auf größere Siliziumscheiben soll Skaleneffekte in der Produktion ermöglichen und die Stückkosten senken. Damit sollen die Produktionskapazitäten am Standort nach Angaben des Ministeriums auf mehr als das Doppelte steigen.

Die neuen Chips sollen bei geringeren Abmessungen eine höhere Energieeffizienz erreichen als derzeit verfügbare Alternativen auf dem europäischen Markt. Mögliche Einsatzbereiche sind laut Bundesregierung unter anderem das Batteriemanagement und Fahrerassistenzsysteme von Elektrofahrzeugen. Auch in der Industrie und bei der Stromversorgung von KI-Systemen sollen die Leistungshalbleiter zum Einsatz kommen können.

Stärkere Versorgung mit Chips aus Europa

Die Förderung soll die heimische Produktion von Leistungshalbleitern ausbauen und Europas Versorgungssicherheit verbessern. Durch die niedrigeren Stückkosten soll das Werk laut Ministerium langfristig wettbewerbsfähig bleiben. Bund und Land wollen damit die europäische Halbleiterindustrie stärken und die Abhängigkeit von außereuropäischen Lieferketten verringern.

Frank Wetzel, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, erklärte: „Der sichere Zugang unserer Industrie zu Chips ist eine geopolitische Frage von höchster Relevanz – das haben die letzten Jahre deutlich gezeigt. Daher stärken wir im Rahmen des European Chips Act die Fähigkeiten und Produktionskapazitäten am Standort Deutschland. Der Ausbau des Werks von Vishay ist eine strategisch bedeutsame Investition, die der Versorgung der deutschen Industrie mit Leistungshalbleitern aus lokaler Produktion dient und damit die Resilienz heimischer Industrien und unsere technologische Souveränität stärkt.“

Von den rund 215 Millionen Euro Fördermitteln finanziert der Bund 172 Millionen Euro. Schleswig-Holstein trägt weitere 43 Millionen Euro. Die Förderung erfolgt nach den Beihilferegeln des European Chips Act.


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