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Murata-headoffice
© Murata Manufacturing
Elektronikproduktion |

Murata investiert eine Billion Yen in den Ausbau seiner MLCC-Fertigung in Asien

Der japanische Elektronikkomponentenhersteller Murata will bis zum Geschäftsjahr 2030 rund eine Billion Yen (rund 5,69 Milliarden Euro) in zusätzliche Fertigungskapazitäten für keramische Vielschichtkondensatoren (MLCCs) in Asien investieren. Das geht aus einer Unternehmensmitteilung vom 30. Oktober hervor. Mit neuen Produktionsgebäuden in Japan und Thailand sowie dem Ausbau weiterer asiatischer Werke will der Konzern seine Kapazitäten angesichts der steigenden Nachfrage aus Rechenzentren und anderen Elektronikmärkten erhöhen.

Neue Produktionsgebäude für die MLCC-Fertigung

Für den Ausbau seiner asiatischen MLCC-Produktion will Murata neue Fertigungsgebäude errichten und bestehende Werke mit weiteren Anlagen ausstatten. Der Konzern will dafür neue Grundstücke erwerben und an mehreren Standorten in Japan, Thailand und auf den Philippinen investieren. Bestehende Werke in China und anderen asiatischen Ländern will Murata technisch aufrüsten.

In Japan will die Tochtergesellschaft Okayama Murata Manufacturing zwei Gebäude errichten: eines für die MLCC-Produktion und ein weiteres für Kondensatorfolien und Ausgangsmaterialien. Murata Electronics will auch seine Fertigung in Thailand um ein neues Produktionsgebäude erweitern. Auf den Philippinen will das Unternehmen bislang ungenutzte Flächen einer bestehenden Fabrik mit neuer Produktionsausrüstung und Infrastruktur ausstatten. Am japanischen Standort Yasugi soll eine weitere Produktionsstätte für elektronische Bauelemente einschließlich MLCCs entstehen.

Wachsende Nachfrage durch KI und Elektronik

Mit der Fertigungsoffensive reagiert Murata nach eigenen Angaben auf den steigenden Bedarf an passiven Bauelementen. Keramische Vielschichtkondensatoren kommen in Smartphones und Fahrzeugen ebenso zum Einsatz wie in Industrieanlagen und Rechenzentren. Insbesondere die zunehmende Verbreitung von KI-Anwendungen soll die Nachfrage längerfristig antreiben. Der Konzern erwartet auch Bedarf aus Robotik, Mobilität und dezentralen KI-Geräten.

Mit Werken in mehreren asiatischen Ländern will Murata auch bei Nachfrageschwankungen eine stabile Versorgung gewährleisten. Der Hersteller will dazu die Materialversorgung sichern und enger mit seinen Anlagenlieferanten zusammenarbeiten. Außerdem will Murata neue Fachkräfte gewinnen und seine Beschäftigten weiterqualifizieren.

Für die Geschäftsjahre 2026 bis einschließlich 2030 will Murata etwa eine Billion Yen (rund 5,69 Milliarden Euro) investieren. Davon sollen rund 350 Milliarden Yen (rund 1,99 Milliarden Euro) in Gebäude und 650 Milliarden Yen (rund 3,70 Milliarden Euro) in Produktionsanlagen fließen. Für die beiden Neubauten in Okayama veranschlagt der Konzern insgesamt rund 150 Milliarden Yen (rund 853 Millionen Euro). Murata erwartet, dass sich sein MLCC-Umsatz im Geschäftsjahr 2030 gegenüber 2025 mindestens verdoppelt.

In Okayama will Murata im April 2027 mit dem Bau des neuen MLCC-Produktionsgebäudes beginnen und es bis Ende 2028 fertigstellen. Das zweite Gebäude für Kondensatorfolien und Ausgangsmaterialien soll 2030 folgen. Bis dahin will der Konzern die Belegschaft am Standort auf insgesamt 1.500 bis 2.000 Beschäftigte ausbauen. In Thailand rechnet Murata mit einer Fertigstellung des Neubaus im Jahr 2030, auf den Philippinen sollen die Arbeiten bereits 2027 abgeschlossen sein. Für die neue Produktionsstätte in Yasugi steht noch kein Fertigstellungstermin fest.


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