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Elektronikproduktion |

SUSS verlagert Fertigung aus Garching nach Taiwan

Der deutsche Halbleiterausrüster SUSS verlagert seine Anlagen- und Modulfertigung vom Standort Garching nach Sternenfels und ins taiwanische Zhubei. Das geht aus einer Mitteilung des Unternehmens vom 27. Oktober hervor. Künftig sollen Mask Aligner in Taiwan und Module ausschließlich in Sternenfels gefertigt werden. Damit will SUSS seine Produktionskapazitäten erhöhen und die Fertigung näher an die asiatischen Kundenmärkte verlagern.

Zwei Standorte für die Anlagen- und Modulfertigung

Mit der schrittweisen Verlagerung endet die bisherige Anlagen- und Modulfertigung in Garching. Künftig konzentriert SUSS seine Produktionsaktivitäten auf die Werke in Zhubei und Sternenfels. Beide Standorte sollen eine Ausweitung der Fertigung für die Halbleiterindustrie erleichtern.

In Deutschland bleiben die Unternehmenszentrale sowie Forschung und Entwicklung angesiedelt. Auch wesentliche Produktions-, Applikations- und Technologiekompetenzen bleiben erhalten und sollen weiter ausgebaut werden. Ein weiteres Entwicklungs- und Applikationszentrum entsteht der Mitteilung zufolge in Karlsruhe.

Rekordauftragsbestand treibt Umbau der Fertigung

Hinter der Entscheidung steht die anhaltend hohe Nachfrage nach Anlagen für die Halbleiterfertigung und das Advanced Packaging. Nach einem starken Auftragseingang im dritten Quartal hat der Auftragsbestand laut Mitteilung einen neuen Höchststand erreicht. Mit der Konzentration auf zwei Werke will das Unternehmen seine Fertigungsprozesse vereinfachen und bei steigenden Bestellmengen schneller die Produktion ausweiten.

Dr. Thomas Rohe, COO von SUSS, erklärte: „Mit dieser Neuaufstellung stärken wir die Skalierbarkeit unserer Produktionsprozesse, reduzieren interne Schnittstellen und rücken zentrale Fertigungskapazitäten näher an wichtige Kundenmärkte in Asien. Durch die Bündelung unserer Produktionsaktivitäten schaffen wir eine effizientere und stärker skalierbare Fertigungsstruktur. Damit schaffen wir die Voraussetzungen, um die anhaltend hohe Kundennachfrage auch zukünftig zuverlässig zu bedienen und das weitere Wachstum von SUSS nachhaltig zu unterstützen.“

Für die Verlagerung rechnet SUSS mit einmaligen Kosten von rund 6,2 Millionen Euro, davon voraussichtlich 4,5 Millionen Euro im Jahr 2026. Zeitliche Verschiebungen bei der Umsatzrealisierung durch den Produktionsumzug und Lieferengpässe bei einzelnen Komponenten drücken auf die Prognose. SUSS erwartet für das Jahr 2026 nun 405 bis 425 Millionen Euro Umsatz statt 425 bis 485 Millionen Euro. Die angestrebte EBIT-Marge sinkt von 8 bis 10 auf 5 bis 7 Prozent. Die Prognose für die Bruttomarge bleibt bei 35 bis 37 Prozent. Wegen der Komponentenknappheit dürften sich Umsätze ins Jahr 2027 verschieben.

Rund 70 Beschäftigte sind von den Veränderungen betroffen. Der Vorstand hat die Verlagerung mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen. SUSS will nach eigenen Angaben mit der Arbeitnehmervertretung über eine sozialverträgliche Umsetzung sprechen.


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