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Elektronikproduktion |

Volvo Cars streicht 2.500 Stellen nach Verlust im dritten Quartal

Volvo Cars will weltweit rund 2.500 Arbeitsplätze abbauen, davon etwa 2.000 in Schweden. Hintergrund ist ein bereinigter operativer Verlust von 3,7 Milliarden schwedischen Kronen (rund 330 Millionen Euro) im dritten Quartal 2026. Der Automobilhersteller plant zusätzliche Kosteneinsparungen von 5 Milliarden SEK (rund 450 Millionen Euro), insbesondere als Reaktion auf die schwache Marktentwicklung in China und den USA.

Laut dem Quartalsbericht von Volvo Cars sank der Umsatz um 23 Prozent auf 66,9 Milliarden SEK (rund 6,0 Milliarden Euro), nachdem er im Vorjahreszeitraum noch bei 86,4 Milliarden SEK gelegen hatte.

Das operative Ergebnis, bereinigt um Gemeinschaftsunternehmen, assoziierte Unternehmen und Sondereffekte, belief sich auf minus 3,7 Milliarden SEK. Daraus ergibt sich eine operative Marge von minus 5,6 Prozent, verglichen mit plus 6,7 Prozent im Vorjahresquartal. Der freie Cashflow lag bei minus 8,9 Milliarden SEK (rund 800 Millionen Euro).

Schwache Nachfrage in China und den USA belastet Ergebnis

In China ging der Umsatz um nahezu 50 Prozent zurück. Wie andere etablierte Premiummarken steht Volvo Cars dort unter starkem Wettbewerbsdruck durch neue chinesische Automobilhersteller und sieht sich mit erheblichem Preisdruck konfrontiert.

In den USA belasteten Zölle und der Wegfall von Kaufanreizen für elektrifizierte Fahrzeuge die Gewinnmargen.

Zusätzlich wurde das Quartalsergebnis durch eine Neubewertung von CAFE-Gutschriften infolge gesetzlicher Änderungen in den USA mit 1,1 Milliarden SEK belastet. Weitere 0,9 Milliarden SEK entfielen auf Verluste von Polestar im zweiten Quartal.

„Kurzfristig müssen wir angesichts der stark unter Druck stehenden Absatzvolumina unseren Sanierungsplan jedoch durch zusätzliche entschlossene Maßnahmen verstärken, die Gewinnschwelle senken und den Cashflow verbessern, um widerstandsfähiger zu werden“, erklärt Håkan Samuelsson, Präsident und CEO von Volvo Cars.

Stellenabbau und engere Zusammenarbeit mit Geely

Der geplante Stellenabbau soll durch die Beendigung von Beraterverträgen, natürliche Fluktuation und gezielte Abfindungsangebote umgesetzt werden.

Darüber hinaus will Volvo Cars die Zahl seiner Produktionsmitarbeiter an die aktuellen Absatzvolumina anpassen und die Kosten für Forschung und Entwicklung weiter reduzieren.

Sobald die Maßnahmen bis Ende 2027 vollständig umgesetzt sind, sollen die indirekten Kosten um nahezu 25 Prozent unter dem Niveau von 2024 liegen.

Auch Produktion und Einkauf sollen künftig enger mit Geely abgestimmt werden. Volvo Cars will seine Fertigung auf fünf Werke konzentrieren, die ausschließlich Fahrzeuge der Marke Volvo produzieren.

Für die Standorte Chengdu in China und Gent in Belgien prüft das Unternehmen eine gemeinsame Montage mehrerer Marken zusammen mit Geely.

Zudem plant Volvo Cars, die gemeinsame Lieferantenbasis mit der Geely Group auszubauen und verstärkt identische Hardwarekomponenten in seinen Fahrzeugen einzusetzen.

Europa entwickelt sich vergleichsweise positiv

Im Gegensatz zu China und den USA zeigt sich der europäische Markt stabiler. Vollelektrische Fahrzeuge machten dort im dritten Quartal 45 Prozent des Absatzes aus.

Für das neue Elektromodell EX60 liegen bereits mehr als 50.000 Bestellungen aus Europa vor.

Allerdings dauert der Produktionshochlauf länger als ursprünglich geplant. Grund dafür ist unter anderem der Einsatz neuer Fertigungstechnologien, darunter das sogenannte Cell-to-Body-Verfahren, bei dem Batteriezellen direkt in die Fahrzeugstruktur integriert werden.

Bis Ende 2030 plant Volvo Cars die Einführung von insgesamt 13 neuen Fahrzeugmodellen. Drei davon sollen bereits 2027 vorgestellt werden.


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