Bauer erweitert Werk in Aresing um 22.000 Quadratmeter
Die BAUER Maschinen GmbH baut ihren Standort im bayerischen Aresing weiter aus. Am 9. Oktober 2026 fand der symbolische Spatenstich für eine neue Produktions- und Logistikhalle mit rund 22.000 Quadratmetern Fläche statt. Neben zusätzlichen Kapazitäten für die Elektronikmontage und Materialwirtschaft entsteht auch ein neues Kunden- und Trainingscenter.
Wie das Unternehmen mitteilt, soll die Werkserweiterung die Produktions- und Logistikprozesse effizienter gestalten und die Wettbewerbsfähigkeit der BAUER Gruppe langfristig stärken. An der Spatenstichfeier nahmen unter anderem Mehrheitsaktionär Alfons Doblinger, Vertreter der Kommunalpolitik sowie Verantwortliche der beteiligten Unternehmen teil.
„Die Werkserweiterung als Gesamtinvestition ist ein klares Bekenntnis zum Standort, zur Region und vor allem zu unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“, erklärte Dr. Martin Beck, Geschäftsführer der BAUER Management GmbH.
Neue Halle für Produktion und Elektronikmontage
Die geplante Produktions- und Logistikhalle wird eine Grundfläche von rund 22.000 Quadratmetern umfassen. Das Gebäude soll bis zu 240 Meter lang und 100 Meter breit werden.
Künftig werden dort die Materialwirtschaft, die Vormontage von Komponenten, die Qualitätssicherung sowie der Versand unter einem Dach zusammengeführt.
Ein Teil der neuen Halle ist für die Montage von Elektronikkomponenten vorgesehen. Ergänzend entstehen Schulungsbereiche für die Ausbildung von Elektronikern und Mechatronikern.
Durch die räumliche Bündelung der Abteilungen will Bauer Transportwege verkürzen, Schnittstellen reduzieren und die internen Materialflüsse vereinfachen.
Neues Kunden- und Trainingscenter geplant
Parallel zur Produktionshalle entsteht ein dreigeschossiges Kunden- und Trainingscenter mit Außenmaßen von 39,7 mal 14,6 Metern.
Das Gebäude soll künftig für Schulungen, Workshops, Produktpräsentationen und Kundenveranstaltungen genutzt werden.
Auf einem angrenzenden Trainingsgelände mit rund 2.900 Quadratmetern Fläche können Maschinen und Anwendungen unter praxisnahen Bedingungen demonstriert und erprobt werden. Vorgesehen sind unter anderem Gerätefahrertrainings, Wartungs- und Serviceschulungen sowie internationale Ausbildungsprogramme.
Modernisierung der Energie- und Werksinfrastruktur
Neben den Neubauten investiert Bauer in die Modernisierung der Infrastruktur des Standorts. Dazu gehören Maßnahmen für den Betrieb elektrifizierter Großgeräte, ein standortweites Energiemanagement sowie Photovoltaikanlagen mit Batteriespeichern.
Auch die Voraussetzungen für eine zukünftige Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge werden geschaffen. Für weitere Bereiche des Projekts ist eine Geothermieanlage vorgesehen. Die dafür notwendigen Bohrungen übernimmt die BAUER Resources GmbH mit Maschinen der KLEMM Bohrtechnik GmbH.
Die vorbereitenden Erdarbeiten für die neue Produktionshalle sind nach Unternehmensangaben bereits abgeschlossen. Auch die Erschließung und Neuordnung des Werksgeländes sind fortgeschritten. Eine temporäre Versandfläche mit Turmdrehkran soll den laufenden Betrieb während der Bauphase sicherstellen.
Ausbau soll Wettbewerbsfähigkeit stärken
Die DIBAG Industriebau AG übernimmt die Projektentwicklung und koordiniert die Baumaßnahmen. Für die bauliche Umsetzung der neuen Produktions- und Logistikhalle sowie des Kunden- und Trainingscenters ist GOLDBECK als Generalübernehmer verantwortlich.
Mehrheitsaktionär Alfons Doblinger bezeichnete die Erweiterung als strategisch wichtigen Schritt für die Unternehmensgruppe.
Angesichts der weltweiten Herausforderungen im Geschäft sei es entscheidend, die Kapazitäten und Innovationskraft konsequent auszubauen. Die Investition solle den Standort Bayern stärken und die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten BAUER Gruppe auf dem Weltmarkt verbessern.
Die BAUER Maschinen GmbH entwickelt und produziert Maschinen und Anlagen für den Spezialtiefbau und gehört zur international tätigen BAUER Gruppe mit Sitz in Schrobenhausen.



