Samsung und SK Hynix modernisieren NAND-Werke in China
Die südkoreanischen Halbleiterkonzerne Samsung Electronics und SK Hynix rüsten ihre chinesischen Fabriken für fortschrittlichere NAND-Speicherchips um. Darüber berichtete Reuters am 21. Oktober unter Berufung auf vier mit den Plänen vertraute Personen. Die Modernisierung wird laut Reuters durch US-Exportkontrollen erschwert, die den Zugang zu amerikanischer Fertigungstechnik einschränken.
Neue NAND-Fertigungstechnologien für chinesische Werke
Im Samsung-Werk in Xi’an soll die Fertigung laut Reuters von derzeit rund 200 Zellschichten auf V9-NAND-Speicher mit 286 Schichten umgestellt werden. Das intern als Monami bezeichnete Projekt sieht nach Angaben einer mit den Plänen vertrauten Person zunächst 5.000 Wafer pro Monat bis Dezember 2026 und rund 40.000 bis Dezember 2027 vor. Auf die Fabrik entfallen etwa 40 Prozent der weltweiten NAND-Produktion von Samsung.
Bei SK Hynix steht die Modernisierung des Werks in Dalian an. Dort will der Hersteller laut Reuters künftig NAND-Chips mit mindestens 240 statt bislang 192 Schichten produzieren. Für die Fertigung von NAND-Chips mit bis zu 240 Schichten verfügt SK Hynix laut einer Reuters-Quelle bereits über eine entsprechende Genehmigung. Forschungs- und Entwicklungsarbeiten an NAND-Technologien mit über 300 Schichten könnten eine weitere US-Genehmigung erfordern.
Wettbewerb im NAND-Markt unter US-Exportkontrollen
Mit der Modernisierung ihrer chinesischen Werke wollen die beiden Konzerne ihre Wettbewerbsfähigkeit gegenüber dem einheimischen Hersteller YMTC sichern und die steigende Nachfrage nach Datenspeichern für KI-Anwendungen bedienen. Nach Daten des Marktforschers Omdia stieg YMTCs Anteil am chinesischen NAND-Markt von 28 Prozent im Gesamtjahr 2025 auf 38,5 Prozent im zweiten Quartal 2026. Samsung fiel von 36 auf 33,5 Prozent zurück, SK Hynix von 20 auf 17 Prozent.
Die Nachfrage internationaler Kunden, darunter auch Abnehmer aus den USA, spielt bei den Modernisierungen laut Samsung eine wichtige Rolle. Der Konzern betonte gegenüber Reuters, dass er weder seine Produktionskapazitäten erweitert noch neue Fabriken errichtet. Der Zugang zu amerikanischer Fertigungstechnik bleibt jedoch eine Hürde. Für bestimmte Anlagen benötigen die Hersteller jährlich neue US-Genehmigungen. Die zuständige Behörde hatte 2025 angekündigt, den Weiterbetrieb bestehender Werke zu erlauben, technologische Aufrüstungen und Kapazitätserweiterungen jedoch nicht genehmigen zu wollen. Die laufenden Arbeiten stimmen beide Hersteller nach eigenen Angaben mit den US-Behörden ab. SK Hynix erklärte gegenüber Reuters, am Standort Dalian neue Anlagen zu installieren.




