Siemens Mobility erhält Auftrag über mehr als zwei Milliarden Euro für Batteriezüge
Siemens Mobility hat einen Großauftrag für batteriebetriebene Regionalzüge in Deutschland erhalten. Die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) und der Regionalverband Großraum Braunschweig (RGB) haben insgesamt 113 dreiteilige Züge des Typs Mireo Plus B bestellt. Der Auftrag umfasst zudem ein umfangreiches Servicepaket über 30 Jahre sowie den Bau von zwei Rail Service Centern in Niedersachsen.
Wie Siemens in einer Pressemitteilung bekannt gibt, hat der Vertrag einen Gesamtwert von mehr als zwei Milliarden Euro. Darüber hinaus beinhaltet die Vereinbarung Optionen für bis zu 132 weitere Schienenfahrzeuge.
Die neuen Batteriezüge sollen ab Ende 2031 schrittweise im regulären Fahrgastbetrieb eingesetzt werden.
Weltweit größter Auftrag für Batteriezüge
Nach Angaben von Siemens Mobility handelt es sich um den weltweit größten Auftrag für batteriebetriebene Züge. Das Unternehmen sieht darin einen wichtigen Schritt zur Dekarbonisierung des Schienenverkehrs.
„Mit dem weltweit größten Auftrag für Batteriezüge treiben wir gemeinsam mit unseren Partnern in Niedersachsen die Dekarbonisierung des Schienenverkehrs voran und zeigen, dass nachhaltige Mobilität bereits heute wirtschaftlich tragfähig und skalierbar ist“, erklärt Michael Peter, CEO von Siemens Mobility.
Die Mireo Plus B-Züge ermöglichen nach Unternehmensangaben einen emissionsfreien Betrieb, eine hohe Verfügbarkeit und einen hohen Fahrgastkomfort.
In Kombination mit dem digitalen Service- und Wartungskonzept Railigent X will Siemens Mobility zudem die Grundlage für einen effizienten und zuverlässigen Flottenbetrieb über den gesamten Lebenszyklus der Fahrzeuge von 30 Jahren schaffen.
Batteriebetrieb auf nicht elektrifizierten Strecken
Mit dem Mireo Plus B bietet Siemens Mobility eine batterieelektrische Plattform für den nachhaltigen und wirtschaftlichen Regionalverkehr auf teilweise elektrifizierten Strecken.
Die dreiteiligen Fahrzeuge haben einen Auftragswert von rund 1,1 Milliarden Euro und erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 160 Kilometern pro Stunde.
Dank der Batterietechnologie können die Züge auch auf Streckenabschnitten ohne durchgehende Oberleitung emissionsfrei betrieben werden.
Die Batterien werden während der Fahrt auf elektrifizierten Streckenabschnitten über die Oberleitung geladen. Die gespeicherte Energie ermöglicht anschließend den Betrieb auf Strecken ohne Oberleitung.
Langfristiges Servicekonzept vorgesehen
Neben der Lieferung der Fahrzeuge umfasst der Großauftrag ein umfassendes Wartungs- und Servicepaket mit einer Laufzeit von 30 Jahren.
Dafür sollen zwei neue Rail Service Center in Niedersachsen entstehen. Die Einrichtungen werden den langfristigen Betrieb und die Instandhaltung der Batteriezugflotte unterstützen.
Mit dem digitalen Wartungssystem Railigent X will Siemens Mobility die Verfügbarkeit der Fahrzeuge sicherstellen und den Flottenbetrieb über die gesamte Vertragslaufzeit optimieren.
Der Auftrag verbindet damit die Lieferung batterieelektrischer Schienenfahrzeuge mit einer langfristigen Service- und Instandhaltungslösung für den niedersächsischen Regionalverkehr.

