Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Nikolajus-Gavrilinas-CEO
© LITILIT
Elektronikproduktion |

LITILIT eröffnet Femtosekundenlaser-Fabrik in Litauen

Der litauische Laserhersteller LITILIT hat in Vilnius, Litauen, eine neue Fertigungsstätte für Femtosekundenlaser eröffnet und damit ein sechs Millionen Euro umfassendes Investitionsprojekt abgeschlossen. Das geht aus einer Pressemitteilung des Unternehmens vom 19. Oktober hervor. Bei voller Auslastung sollen dort jährlich bis zu 3.000 Laser vom Band laufen. Mit der neuen Fertigungsstätte will LITILIT die wachsende Nachfrage aus der Halbleiter- und Elektronikindustrie bedienen.

Robotisierte Fertigung und großer Reinraum

In der über 4.000 Quadratmeter großen Fabrik stehen CNC-Metallbearbeitung sowie robotisierte Montage- und Testanlagen zur Verfügung. Ein Reinraum der Klasse ISO 5 nimmt rund 2.500 Quadratmeter ein und gehört laut LITILIT zu den größten im Baltikum. Der Hersteller will im ersten Jahr nach der Eröffnung eine Jahreskapazität von 1.000 Lasern erreichen und sie schrittweise auf 3.000 Einheiten steigern. 

In der neuen Fabrik will LITILIT die Laserproduktion mithilfe einer Das Fertigungskonzept basiert auf einer Technologie mit zwei internationalen Patenten, von denen eines gemeinsam mit dem litauischen Forschungszentrum FTMC entwickelt wurde. Insgesamt beruht die Technologie auf zwei internationalen Patenten, eines davon entstand in Zusammenarbeit mit dem FTMC. Nach eigenen Angaben erreichen die Laser einen elektrischen zu optischen Wirkungsgrad von rund 20 Prozent und sind bis zu 50 Prozent kleiner als der Branchendurchschnitt.

Serienfertigung für die steigende Nachfrage

Mit der neuen Fabrik will LITILIT auf die wachsende Nachfrage nach Femtosekundenlasern reagieren, insbesondere aus der Halbleiter- und Elektronikindustrie. Die weltweite Fertigung von Femtosekundenlasern ist bislang aufwendig und die Produktionskapazität laut Mitteilung entsprechend begrenzt. Für 2025 bezifferte Reports and Markets diese laut LITILIT auf schätzungsweise 9.600 Laser. Durch die automatisierte Serienfertigung will LITILIT größere Stückzahlen erreichen und Kunden in Europa, Nordamerika und Asien beliefern. Langfristig plant das Unternehmen, sein Fertigungsmodell gemeinsam mit internationalen Partnern auf weitere Länder zu übertragen.

Nikolajus Gavrilinas, Mitgründer und CEO von LITILIT, erklärte: „Der zunehmende Einsatz von Femtosekundenlasern in der Halbleiterfertigung, bei Rechenzentrumstechnik, in der Elektronik, Medizin und anderen Bereichen treibt die Nachfrage in Europa, Nordamerika und Asien an. Unsere Fabrik kommt genau zum richtigen Zeitpunkt und wird Unternehmen auf allen drei Kontinenten beliefern. Das Werk in Vilnius ist erst der Anfang; später wollen wir dieses Modell gemeinsam mit internationalen Partnern in weiteren Ländern umsetzen.“

Ramūnas Skaudžius, Direktor des FTMC, sagte: „Die am FTMC entwickelte und patentierte Lasertechnologie ist inzwischen zur Basis einer hochentwickelten industriellen Fertigung geworden. Doch die Technologie selbst ist nicht das Wichtigste an dieser Geschichte. Entscheidend ist, dass in Litauen entstandenes Wissen in ein Unternehmen überführt wurde, das auf internationaler Ebene konkurrieren kann. Das ist ein langer und anspruchsvoller Weg, der wissenschaftliche Exzellenz, unternehmerischen Mut, das Vertrauen von Investoren und Ausdauer erfordert.“

Nach dem Baubeginn im Juni hat LITILIT die neue Fabrik im Logistikpark Sirin Park Gariūnai in Vilnius nun eröffnet. Für den Betrieb bei voller Auslastung rechnet das Unternehmen mit rund 150 Beschäftigten. Dank des hohen Automatisierungsgrades soll die Fabrik mit einem Bruchteil des Personals auskommen, das bei einer herkömmlichen Produktion erforderlich wäre.


Anzeige
Weitere Nachrichten
© 2026 Evertiq AB 2026.10.14 18:02 V31.19.4-2
Anzeige
Anzeige