Innolume baut Laserchip-Fertigung in Dortmund aus
Der Dortmunder Laserspezialist Innolume erweitert seine Fertigung um eine neue Produktionsstätte und zusätzliche Epitaxieanlagen. Das geht aus einer Unternehmensmitteilung vom 16. Oktober hervor. Innolume will damit seine Kapazitäten für Laserchips und optische Module erhöhen. Mit dem Ausbau reagiert Innolume auf den wachsenden Bedarf an schnellen optischen Datenverbindungen für KI-Rechenzentren.
Neue Anlagen für die Laserchip-Produktion
In der neuen Produktionsstätte in Dortmund-Derne will Innolume zwei Riber-MBE6000-Reaktoren installieren und damit die Herstellung der Halbleiterschichten für seine Laserchips ausweiten. Rund 20 Millionen Euro investiert Innolume in die Modernisierung seines bestehenden Dortmunder Produktionsstandorts Phoenix West. Dort will das Unternehmen die Waferbearbeitung automatisieren.
Die neuen Epitaxieanlagen sollen die Fertigung von 6-Zoll-GaAs-Wafern stärken. Zusammen mit den bestehenden Systemen kann Innolume künftig Wafer mit Durchmessern von 3, 4 und 6 Zoll verarbeiten. Für die Elektronenstrahllithografie will Innolume zwei weitere Raith-Systeme installieren. Damit erhöht das Unternehmen seine Kapazitäten für die Herstellung hochpräziser Gitterstrukturen in DFB-Lasern. Auch die Qualitätssicherung will Innolume ausbauen. Neue Messgeräte und erweiterte Anlagen für Zuverlässigkeitsprüfungen dienen dazu, die Produktqualität auch bei höheren Stückzahlen zu sichern.
Wachsende Nachfrage nach optischen Komponenten
Mit den höheren Fertigungskapazitäten will Innolume sein Geschäft mit optischen Komponenten für Rechenzentren weiterentwickeln. Besonders gefragt sind laut Mitteilung Laserchips für optische Transceiver und Anwendungen der Siliziumphotonik.
Die Erweiterung soll Innolume helfen, neue Technologien schneller in die Produktion einzuführen und die Qualität seiner Bauteile bei steigenden Stückzahlen zu sichern. Die zusätzlichen Anlagen sollen die Fertigungsdurchlaufzeiten verkürzen und Innolume mehr Spielraum bei unterschiedlichen Kundenanforderungen verschaffen. Neben der Datenübertragung kommt Innolumes Lasertechnik auch in LiDAR-Systemen sowie in industriellen und medizinischen Anwendungen zum Einsatz.
Noch im vierten Quartal 2026 will Innolume mit der Lieferung und Installation der beiden Riber-MBE6000-Reaktoren beginnen. Die zwei zusätzlichen Raith-Systeme sollen bereits im November folgen. Den schrittweisen Produktionshochlauf in Dortmund-Derne strebt das Unternehmen für 2027 an.


