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© Skeleton Technologies
Elektronikproduktion |

Skeleton Technologies erhält Millioneninvestition

Der Superkondensatorhersteller Skeleton Technologies hat eine neue Finanzierungsrunde unter Führung von Siemens abgeschlossen und wird dabei mit mehr als einer Milliarde US-Dollar bewertet. Die Mittel sollen vor allem in den Ausbau der Fertigung in den USA fließen, einschließlich einer eigenen Zellproduktion für Energiesysteme in KI-Rechenzentren.

Wie Skeleton Technologies in einer Pressemitteilung bekannt gibt, umfasst die Finanzierungsrunde einen neunstelligen Betrag und damit mindestens 100 Millionen US-Dollar. Die genaue Investitionssumme wurde nicht veröffentlicht.

Das Unternehmen plant, mehr als 200 Millionen US-Dollar in den Ausbau seiner Aktivitäten sowie in Forschung und Entwicklung im Silicon Valley zu investieren. Dabei will Skeleton direkt mit großen Cloud- und Rechenzentrumsbetreibern, sogenannten Hyperscalern, zusammenarbeiten.

Die Expansion in den USA umfasst auch den Aufbau einer eigenen Zellfertigung. Damit will Skeleton eine vollständige amerikanische Wertschöpfungskette schaffen, die von der Herstellung einzelner Zellen bis hin zu kompletten Energiesystemen reicht.

Energiesysteme für KI-Rechenzentren im Fokus

Hintergrund der Investitionen sind die besonderen Anforderungen moderner KI-Rechenzentren an die Stromversorgung.

GPU-Cluster können innerhalb von Millisekunden zwischen unterschiedlichen Leistungszuständen wechseln. Dadurch entstehen schnelle Lastschwankungen, Leistungsspitzen und Oberschwingungen, die hohe Anforderungen an die elektrische Infrastruktur stellen.

Die Systeme von Skeleton kombinieren Superkondensatorzellen auf Basis des unternehmenseigenen Materials Curved Graphene mit Leistungselektronik und Steuerungstechnik. Dadurch sollen Lastschwankungen möglichst nah an den jeweiligen Recheneinheiten ausgeglichen werden.

Nach Angaben des Unternehmens lassen sich damit Energieeinsparungen von bis zu 40 Prozent erzielen. Gleichzeitig seien zweistellige prozentuale Verbesserungen der GPU-Leistung möglich.

„Diese neunstellige Finanzierungsrunde unter Führung von Siemens gibt uns die industrielle Größe, um unsere Fertigung in den Vereinigten Staaten auszubauen und zum einzigen Anbieter in unserem Segment mit einer vollständigen US-Wertschöpfungskette zu werden, von den Zellen bis zu kompletten Systemen“, erklärt Taavi Madiberk, CEO von Skeleton Technologies.

Siemens und Skeleton vertiefen Zusammenarbeit

Die neue Investition baut auf einer bereits bestehenden Partnerschaft zwischen den beiden Unternehmen auf.

Siemens unterstützte Skeleton bereits 2023 bei seiner Expansion. Darüber hinaus war Siemens Digital Industries für die Planung und Automatisierung der sogenannten SuperFactory des Unternehmens in Leipzig verantwortlich.

Künftig wollen Siemens und Skeleton gemeinsam Produkte für KI-Rechenzentren entwickeln und vermarkten. Dabei sollen die elektrische Infrastruktur von Siemens und die schnell reagierenden Energiesysteme von Skeleton miteinander kombiniert werden.

„Das Portfolio von Skeleton ergänzt das umfassende Rechenzentrumsangebot von Siemens perfekt“, erklärt Markus Grabmeier, President of Electrical Products bei der Siemens AG.

Aufbau einer vollständigen US-Wertschöpfungskette geplant

Mit der geplanten Erweiterung will Skeleton seine Produktionskapazitäten in den USA ausbauen und gleichzeitig die Entwicklung neuer Energiesysteme für KI-Anwendungen vorantreiben.

Die eigene Zellproduktion soll es dem Unternehmen ermöglichen, künftig sämtliche wesentlichen Fertigungsschritte innerhalb der USA abzudecken.

Weitere Einzelheiten zur Finanzierung und zum Produktionsausbau wurden bislang nicht bekannt gegeben. Skeleton machte weder Angaben zur genauen Höhe der Finanzierungsrunde noch zur Beteiligungsquote von Siemens.

Auch der konkrete Standort und der geplante Produktionsbeginn der amerikanischen Zellfertigung wurden nicht genannt.

 


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