SEL investiert mehr als 500 Millionen US-Dollar in den Ausbau der US-Produktion
Schweitzer Engineering Laboratories (SEL) plant Investitionen von mehr als 500 Millionen US-Dollar in neue Produktionsstätten, Fertigungsanlagen und zusätzliches Personal in vier US-Bundesstaaten. Damit will das Unternehmen seine Produktion elektronischer Geräte um bis zu 60 Prozent steigern und auf die wachsende Nachfrage aus den Bereichen Stromnetze und Rechenzentren reagieren.
Wie SEL in einer Pressemitteilung mitteilt, sollen die Investitionen zwischen 2026 und 2028 umgesetzt werden. Geplant sind drei neue Produktionsstätten für elektronische Geräte im Bundesstaat Idaho sowie Erweiterungen bestehender Fertigungskapazitäten in Pullman, Washington, und West Lafayette, Indiana. Darüber hinaus soll die Montagefläche für Schaltschränke und Steuerungssysteme in Charlotte, North Carolina, vergrößert werden.
SEL entwickelt und produziert Geräte zum Schutz, zur Überwachung und zur Steuerung elektrischer Energiesysteme und anderer kritischer Infrastrukturen.
Die steigende Nachfrage wird insbesondere durch Investitionen in den Ausbau und die Modernisierung von Stromnetzen, Rechenzentren und industrieller Infrastruktur angetrieben. Kunden wollen damit die Zuverlässigkeit, Sicherheit und Widerstandsfähigkeit ihrer Energieversorgung verbessern.
„Diese Projekte werden unsere Produktionspräsenz erweitern, unsere Fähigkeit stärken, Kunden weltweit zu bedienen, und neue berufliche Perspektiven in den Gemeinden schaffen, in denen wir tätig sind“, sagt Dave Whitehead, Präsident von SEL.
Drei neue Elektronikwerke in Idaho geplant
Der größte Teil der Investitionen entfällt auf den Bundesstaat Idaho, wo SEL drei neue Produktionsstätten für elektronische Geräte errichten beziehungsweise bestehende Gebäude entsprechend umbauen will.
In Moscow, Idaho, entsteht für mehr als 70 Millionen US-Dollar eine neue Produktionsanlage mit einer Fläche von rund 28.300 Quadratmetern. Die Inbetriebnahme ist bis Ende 2027 vorgesehen.
In Nampa hat SEL ein bestehendes Gebäude mit rund 9.600 Quadratmetern erworben, das zu einer Elektronikfabrik umgebaut werden soll. Die Investition von 150 Millionen US-Dollar umfasst die Immobilie, Produktionsausrüstung und Personal. Zum geplanten Produktionsstart Anfang 2027 sollen zunächst 250 Mitarbeiter beschäftigt werden.
Ein vergleichbares Projekt ist in Post Falls vorgesehen. Auch dort investiert SEL 150 Millionen US-Dollar in die Umwandlung eines bestehenden Gewerbegebäudes in eine Produktionsstätte. Zum Start sollen ebenfalls 250 Beschäftigte eingestellt werden. Die Produktion soll Ende 2027 beginnen. Angaben zur Größe des Gebäudes machte das Unternehmen nicht.
Ausbau bestehender Standorte in Washington, Indiana und North Carolina
Auch am Unternehmenshauptsitz in Pullman, Washington, erweitert SEL seine Fertigungskapazitäten. Das Unternehmen hat ein Gebäude mit rund 12.600 Quadratmetern auf einem etwa 4,7 Hektar großen Grundstück erworben.
Die Immobilie soll zu einer Produktionsstätte für rund 300 Beschäftigte umgebaut werden. Die Eröffnung ist für Anfang 2027 geplant.
Am Standort West Lafayette, Indiana, investiert SEL weitere 25 Millionen US-Dollar, um die Kapazitäten für die Leiterplattenbestückung um mehr als 35 Prozent zu erhöhen.
In Charlotte, North Carolina, sind Investitionen von 15 Millionen US-Dollar vorgesehen. Damit soll die Montagefläche für Schaltschränke und Steuerungssysteme um mehr als 4.600 Quadratmeter erweitert werden.
Beide Erweiterungsprojekte sollen im Laufe des Jahres 2027 abgeschlossen werden.
Produktionsvolumen soll um bis zu 60 Prozent steigen
Zusätzlich zu den neuen und erweiterten Produktionsstätten investiert SEL mehr als 100 Millionen US-Dollar in neue Fertigungsanlagen.
Das Unternehmen plant außerdem, mehr als 600 zusätzliche Montagekräfte einzustellen und weitere Produktionsschichten an den Standorten Pullman und Lewiston einzuführen.
Durch die Kombination aus neuen Produktionsflächen, moderner Fertigungstechnik und zusätzlichem Personal erwartet SEL eine Steigerung der Produktion elektronischer Geräte um 40 bis 60 Prozent.
Mit dem Investitionsprogramm will das Unternehmen seine Fertigungskapazitäten in den USA langfristig stärken und die steigende Nachfrage nach elektronischen Schutz-, Überwachungs- und Steuerungssystemen für Stromnetze, Rechenzentren und kritische Infrastrukturen bedienen.





