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© Kongsberg
Elektronikproduktion |

Kongsberg investiert mehr als 200 Millionen Złoty in neue Fabrik in Polen

Der norwegische Rüstungskonzern Kongsberg plant den Bau einer neuen Produktionsstätte für Drohnenabwehrsysteme in der Nähe von Danzig. Die Investition soll mehr als 200 Millionen polnische Złoty betragen. Der Beginn der Serienproduktion ist für die erste Jahreshälfte 2028 vorgesehen. Am Standort sollen mehr als 100 Arbeitsplätze entstehen.

Mit dem neuen Werk will Kongsberg die Produktionskapazitäten für Systeme zur Abwehr unbemannter Luftfahrzeuge (Counter Unmanned Aircraft Systems, CUAS) in Polen ausbauen. Die Investition steht im Zusammenhang mit der zunehmenden polnisch-norwegischen Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich und der steigenden Nachfrage nach Technologien zum Schutz vor Drohnenbedrohungen.

„Die polnische Verteidigungsindustrie ist sehr leistungsfähig. In den vergangenen Jahren haben wir enorme Fortschritte bei ihrer Fähigkeit beobachtet, schnell zu reagieren und sich an neue Anforderungen anzupassen. Diese Flexibilität ist einer der Gründe, warum wir in Polen investieren wollen. Norwegen kann in dieser Hinsicht viel von Polen lernen“, sagt Eirik Lie, President und CEO von Kongsberg.

Das neue Werk soll nach Angaben des Unternehmens sowohl die polnische Verteidigungsindustrie als auch die nationalen Verteidigungsfähigkeiten stärken. Gleichzeitig wird die Fabrik Teil des globalen Produktionsnetzwerks von Kongsberg und soll neben dem polnischen Markt künftig auch weitere europäische Kunden beliefern.

Die Vereinbarung zur Umsetzung des Projekts soll bis Ende 2026 unterzeichnet werden. Unmittelbar danach sollen die Bauarbeiten beginnen. Nach derzeitiger Planung ist der Start der Serienproduktion für die erste Jahreshälfte 2028 vorgesehen.

Sobald das Werk seine volle Produktionskapazität erreicht hat, sollen dort mehr als 100 Fachkräfte beschäftigt werden.

Auch der norwegische Verteidigungsminister Tore O. Sandvik begrüßte die Investitionsentscheidung.

„Das sind fantastische Nachrichten. Als Verteidigungsminister bin ich stolz darauf, dass Kongsberg erneut zeigt, dass das Unternehmen zu den weltweit führenden Akteuren der Verteidigungsindustrie gehört. Der Bau dieser Fabrik unterstreicht zudem die Notwendigkeit, die europäischen Produktionskapazitäten im Verteidigungssektor auszubauen“, erklärt Sandvik.

Der Minister verwies außerdem auf die enge Zusammenarbeit zwischen Norwegen und Polen. Die Ministerpräsidenten beider Länder hätten eine Vereinbarung über eine strategische Partnerschaft unterzeichnet. Beide Staaten verbinde eine gemeinsame Geschichte, auch im industriellen Bereich.

Norwegen unterhält nach Angaben Sandviks derzeit nach den USA das zweitgrößte ausländische Militärkontingent in Polen. Darüber hinaus arbeiten beide Länder bei der Ausbildung ukrainischer Soldaten zusammen.

Kongsberg ist bereits seit 15 Jahren auf dem polnischen Markt tätig. Zu den bisherigen Aktivitäten gehört unter anderem ein Wartungszentrum für den Seezielflugkörper Naval Strike Missile (NSM), das bei den polnischen Wojskowe Zakłady Elektroniczne eingerichtet wurde.

Mit der geplanten Fabrik erweitert Kongsberg seine bisherigen Aktivitäten in Polen um die Produktion von Drohnenabwehrsystemen. Gleichzeitig soll die Beteiligung polnischer Industrieunternehmen an internationalen Verteidigungsprojekten gestärkt werden.

 


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