Teradyne investiert in Bright Machines für automatisierte KI-Infrastrukturfertigung
Teradyne hat eine strategische Investition in den US-amerikanischen Automatisierungsspezialisten Bright Machines angekündigt. Gleichzeitig planen die Unternehmen eine Zusammenarbeit, um Robotik, automatisierte Testtechnologien und softwaregesteuerte Fertigungslösungen miteinander zu verbinden. Ziel ist es, die Produktion von KI- und Rechenzentrumsinfrastruktur effizienter und flexibler zu gestalten.
Wie Bright Machines in einer Pressemitteilung vom 5. Oktober 2026 mitteilt, soll die Partnerschaft die Robotik- und Testtechnologien von Teradyne mit der softwaredefinierten Fertigungsplattform von Bright Machines kombinieren. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung integrierter Produktionslösungen für die steigende Nachfrage nach KI-Infrastruktur.
Der Ausbau von Rechenzentren und KI-Systemen stellt die Elektronikfertigung zunehmend vor Herausforderungen. Kurze Entwicklungszyklen, komplexe Hardware und hohe Qualitätsanforderungen erfordern Produktionslinien, die sich schnell an neue Produktgenerationen anpassen lassen.
Bright Machines bietet hierfür eine Plattform, die Fertigungsplanung, Robotik, Automatisierung, Inspektion, Materialtransport und Produktionsdaten miteinander verbindet. Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen bereits mehr als 130 Mikrofabriken in über zehn Ländern für mehr als 60 Kunden implementiert. In den USA betreibt Bright Machines bereits Produktionsaktivitäten für KI-Infrastruktur.
Im Rahmen der Zusammenarbeit wollen die Unternehmen untersuchen, wie sich Teradynes Technologien in die Fertigungsumgebungen von Bright Machines integrieren lassen. Dazu gehören die robotergestützte Präzisionsmontage, das automatische Be- und Entladen von Testanlagen sowie der autonome Materialtransport innerhalb der Fabrik.
Geplant ist unter anderem, die Fertigungsplattform von Bright Machines mit kollaborativen Robotern von Universal Robots und den Leiterplattentestsystemen von Teradyne zu kombinieren.
Ein wesentlicher Bestandteil der Zusammenarbeit ist die Verknüpfung unterschiedlicher Produktionsdaten. Informationen aus Montage und Inspektion, Roboterbewegungen, Materialtransport und elektrischen Tests sollen in einem gemeinsamen System zusammengeführt werden. Dadurch soll eine durchgängige Rückverfolgbarkeit von der Entwicklung bis zur elektrischen Prüfung ermöglicht werden.
„Physical AI verändert die Möglichkeiten in der Fabrik, und Teradyne und Bright Machines arbeiten zusammen, um diese Entwicklung zu beschleunigen“, sagt Shantnu Sharma, Chief Development Officer bei Teradyne. Die Kombination aus softwaredefinierter Fertigung und jahrzehntelanger Erfahrung in Robotik und Testtechnologien soll Unternehmen einen schnelleren Übergang von der Entwicklung zur Produktion ermöglichen.
Auch Bright Machines sieht in der Zusammenarbeit einen wichtigen Schritt zur Weiterentwicklung der Elektronikfertigung.
„Die nächste Generation der KI-Infrastruktur erfordert einen Fertigungsansatz, der stärker automatisiert, softwaredefiniert, datengesteuert und anpassungsfähiger ist“, erklärt Sviat Dulianinov, CEO von Bright Machines.
Durch die Integration der Technologien wollen die Unternehmen insbesondere die Einführung neuer Produktionslinien beschleunigen, den Integrationsaufwand reduzieren und die Qualitätssicherung verbessern.
Teradyne entwickelt automatisierte Testsysteme für die Halbleiter- und Elektronikindustrie sowie fortschrittliche Robotiklösungen. Bright Machines konzentriert sich auf softwaregesteuerte Fertigungssysteme und KI-gestützte Automatisierung.
Finanzielle Einzelheiten der strategischen Investition wurden nicht bekannt gegeben. Auch einen konkreten Zeitplan für die geplante technische Integration nannten die Unternehmen nicht.




