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© Bosch Rexroth AG
Elektronikproduktion |

Bosch Rexroth und AMD treiben lokale KI in der Industrieautomation voran

Der deutsche Antriebs- und Steuerungstechnikspezialist Bosch Rexroth baut gemeinsam mit dem US-Chiphersteller AMD die Unterstützung für industrielle KI-Anwendungen auf Embedded-Systemen aus. Das geht aus einer Mitteilung von Bosch Rexroth vom 7. Oktober hervor. Künftig sollen Maschinenbauer KI-Agenten direkt auf ihren Anlagen einsetzen und dafür die Rechenleistung von AMD-Prozessoren nutzen können. Die Verarbeitung erfolgt vor Ort und kommt laut Unternehmen ohne externe Cloud-Dienste oder zusätzliche KI-Beschleunigerkarten aus.

AMD-Prozessoren für KI auf Embedded-Systemen

Im Rahmen der Kooperation unterstützt Bosch Rexroth mit seinem Linux-basierten Betriebssystem ctrlX OS zahlreiche Embedded-Prozessoren von AMD. Die Ryzen-AI-Embedded-Plattform verfügt über CPU, GPU und NPU, deren Rechenkapazitäten für unterschiedliche Aufgaben innerhalb eines Automatisierungssystems zur Verfügung stehen. Die Rechenleistung steht damit für herkömmliche Automatisierungsaufgaben, Grafikverarbeitung und die Ausführung von KI-Modellen zur Verfügung. Auch der lokale Betrieb mehrerer KI-Agenten und eines Large Language Models (LLM) ist damit möglich.

Mit ctrlX AUTOMATION integriert Bosch Rexroth KI-Agenten in seine Automatisierungsplattform. ctrlX OS ermöglicht den Einsatz entsprechender Anwendungen auf unterschiedlichen Hardwareplattformen. Über den ctrlX Data Layer und einen zentralen Server für das Model Context Protocol (MCP) erhalten die KI-Agenten Zugriff auf Maschinenwissen sowie Engineering- und aktuelle Prozessdaten. Der MCP-Server läuft auf ctrlX OS und nutzt dafür Schnittstellen von Bosch Rexroth und den Endkunden.

Größere Hardwareauswahl und KI-Verarbeitung vor Ort

Mit der Unterstützung der AMD-Technologie will Bosch Rexroth Maschinenherstellern größere Freiheiten bei der Wahl ihrer Rechenplattform einräumen. Entwickler können das Betriebssystem auf verschiedenen Hardwarekonfigurationen nutzen und für ihre Anwendungen auf eine gemeinsame Softwareumgebung zurückgreifen. Der Aufwand für die Softwareentwicklung auf unterschiedlichen Prozessorplattformen soll dadurch sinken.

Steffen Winkler, Vertriebsleitung der Business Unit Automation & Electrification Solutions bei Bosch Rexroth, sagte: „Mit Industrial AI steigen die Anforderungen an die Rechenleistung direkt an der Maschine erheblich. Gleichzeitig wollen Anwender offen bleiben und selbst entscheiden können, welche Hardware, Software und KI-Modelle sie einsetzen. Gemeinsam mit AMD schaffen wir dafür eine leistungsfähige Grundlage: ctrlX OS verbindet die Automatisierungswelt mit modernen Computing- und KI-Ressourcen.“

Für den Betrieb industrieller KI-Systeme verspricht sich Bosch Rexroth weitere Vorteile. Da die Berechnungen auf der Maschinenhardware erfolgen, können Unternehmen ihre Fertigungsdaten innerhalb der eigenen Infrastruktur behalten. Nach Angaben des Unternehmens können sie dadurch laufende Ausgaben für cloudbasierte Inferenz vermeiden und kürzere Reaktionszeiten erreichen. Separate KI-Beschleunigerkarten sind dafür nicht nötig.

Amey Deosthali, Leiterin der Bereiche Robotik, Industrie und Gesundheitswesen bei AMD, erklärte: „Die AMD-Embedded-Prozessoren der nächsten Generation sind für anspruchsvolle Edge-Anwendungen optimiert. Für Maschinenbauer ist entscheidend, wie schnell sie diese Leistung für spezifische Anwendungen nutzen können. Mit ctrlX OS erhalten sie direkten Zugriff auf ein wachsendes Ökosystem aus industriellen Anwendungen und Funktionen auf Plattformen, die auf AMD-Embedded-Prozessoren basieren. So können sie neue Anwendungen implementieren, ohne für jede Hardwareplattform einen separaten Software-Stack entwickeln zu müssen.“


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