Reverion sammelt 175 Millionen US-Dollar für Ausbau der Produktion CO₂-negativer Kraftwerke ein
Das deutsche Energietechnologieunternehmen Reverion wandelt mit seiner Festoxid-Technologie Gas elektrochemisch und ohne Verbrennung in Strom um. Das im Brennstoffstrom enthaltene CO₂ wird dabei in reiner Form abgeschieden und kann wiederverwendet oder dauerhaft gespeichert werden.
Das in Eresing, Deutschland, ansässige Energietechnologieunternehmen Reverion hat eine Series-B-Finanzierungsrunde über 175 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Mit dem Kapital will das Unternehmen die Produktion seiner bedarfsgerecht einsetzbaren, CO₂-negativen Kraftwerke ausbauen. Die Technologie von Reverion wandelt erneuerbares Gas emissionsfrei in bedarfsgerecht verfügbaren Strom um und scheidet dabei reines biogenes CO₂ ab, wie das Unternehmen mitteilt.
Angeführt wurde die Finanzierungsrunde von Kembara, dem europäischen Scale-up-Fonds von Mundi Ventures, der in Deeptech- und Klimatechnologien investiert. Mit Allianz, KfW Capital, Aurum Impact und Carbon Equity kommen weitere Investoren hinzu. Der Großteil des eingesammelten Kapitals soll in einen neuen Produktionsstandort fließen, mit dem Reverion seine Fertigungskapazität verzehnfachen will.
Die Festoxid-Technologie von Reverion wandelt Gas elektrochemisch und ohne Verbrennung in Strom um. Gleichzeitig wird das im Brennstoffstrom enthaltene CO₂ in reiner Form abgeschieden, sodass es entweder wiederverwendet oder dauerhaft gespeichert werden kann.
„Solar- und Windenergie liefern uns saubere Energie, aber nur, wenn das Wetter mitspielt. Was die Welt braucht, ist saubere Energie auf Abruf. Mit dem Abschluss dieser Series-B-Finanzierungsrunde schaffen wir die Grundlage für die industrielle Massenproduktion“, sagt Stephan Herrmann, CEO und Mitgründer von Reverion. „Wir bauen den bedarfsgerecht einsetzbaren, CO₂-negativen Motor, der es Stromnetzen und der Schwerindustrie ermöglicht, rund um die Uhr und an 365 Tagen im Jahr vollständig sauber zu arbeiten.“
Durch die Nutzung lokaler Gasinfrastruktur sollen Betreiber von Rechenzentren mit der Reverion-Technologie Netzengpässe umgehen und eine kontinuierliche, gesicherte Stromversorgung gewährleisten können. Energieintensive Infrastruktur könne dadurch nach Angaben des Unternehmens CO₂-neutral oder sogar CO₂-negativ betrieben werden.
„Wir sehen eine explosionsartig steigende internationale Nachfrage nach unseren Systemen, da Energieversorger und Industriekunden erkennen, dass echte Energiesicherheit bedarfsgerecht verfügbare saubere Energie erfordert“, sagt Felix Fischer, COO und Mitgründer von Reverion. „Mit sieben kommerziellen Anlagen im Betrieb und einer auf 500 kW erhöhten Leistung pro Einheit stellt dieses Kapital sicher, dass wir unseren Auftragsbestand schnell abarbeiten und das Unternehmen in Richtung langfristiger Profitabilität führen können.“
Um eine kommerzielle Projektpipeline mit einem potenziellen Umsatzvolumen von mehr als zwei Milliarden US-Dollar bedienen zu können, investiert Reverion den Großteil des neuen Kapitals in eine neue Megafabrik in Deutschland. Die Anlage soll die Fertigungskapazität auf jährlich 250 Megawatt erhöhen und damit verzehnfachen.
„Festoxid-Brennstoffzellen sind die effizienteste Möglichkeit, Gas in Strom umzuwandeln, und Reverion setzt in diesem Bereich weltweit Maßstäbe“, sagt Robert Trezona, Climate Lead bei Kembara. „Der Wachstumsmarkt liegt in der Stromversorgung von Rechenzentren, wo Reverions negativer CO₂-Fußabdruck ebenso wichtig ist wie die Effizienz.“




